Nikui Text und Rat PR Ismaning Thema Storytelling Geschichten

Wie Sie 1 Thema zu 9 Geschichten machen

„Du, ich habe leider kein neues PR Thema für diesen Monat. Kannst Du nicht aus dem letzten noch was rausholen?“ Diese Frage hat mir schon mancher Kunde gestellt. Meistens konnte ich sie guten Gewissens mit „ja“ beantworten. Vor allem dann, wenn genügend Futter zur Verfügung steht.

Egal ob Blogs, Social Media oder klassische PR: Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg. Nur wer regelmäßig kommuniziert, schafft es, langfristig gute Beziehungen zu seinen Zielgruppen aufzubauen. Das ist nichts Neues. Auch nicht die Tatsache, dass Redaktionspläne dabei helfen, regelmäßig Inhalte zu veröffentlich. Bei allem Wissen und allen guten Vorsätzen kann es dennoch passieren, dass die Themen-Pipeline einmal leer ist. Dann zu pausieren und auf die nächsten Einfälle zu warten ist definitiv die falsche Alternative. Denn jede Medaille hat zwei Seiten – mindestens. Also, was tun in dieser Situation? Halten Sie drei Brillen parat: die Redaktions-Brille, die Inhalts-Brille und die Leser-Brille, und setzen Sie diese nacheinander auf. Sie werden feststellen: kein PR Thema? Gibt es nicht! Ich verdeutliche das gerne an einem Beispiel.

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie arbeiten in einem Unternehmen, das IT-Software speziell für die Verwaltung von Personaldaten herstellt. Gerade haben Sie ein neues Produkt entwickelt, womit jeder Mitarbeiter seine eigenen Stammdaten pflegen kann. Sie haben dieses Produkt auf der letzten Personalmesse vorgestellt und eine Pressemeldung zur Messe veröffentlicht. Nun möchte Ihr Kunde diese neue Software noch weiteren Medien präsentieren, die noch nicht darüber berichtet haben.

PR mit Redaktions-Brille

Anhand der Mediadaten stellen Sie fest, dass einige Redaktionen in nächster Zeit Themenschwerpunkte haben, in die Ihre Software gut passen würde. Es gilt nun, den richtigen Hebel zu finden.

  • Fachredaktionen: Hier könnten folgende Punkte relevant sein: Wie funktioniert die Software? Lässt sie sich einfach mit bestehenden IT-Lösungen in Unternehmen kombinieren? Wer kann Unterstützung leisten?
  • Managementredaktionen: Hier fallen Aspekte wie Kostenersparnis und Auswirkungen auf organisatorische Abläufe im Unternehmen hinein. Beispiel: Mitarbeiterdaten lassen sich auch über dezentrale Standorte in einer Datenbank managen.
  • Personalredaktionen: Was bedeutet diese Software für den einzelnen Mitarbeiter? Kann jeder alle Daten einsehen? Inwieweit unterstützt die Software bei der Karriereplanung einzelner Mitarbeiter?

PR mit Inhalts-Brille

Aus dem neuen Produkt lassen sich inhaltlich gleich mehrere Geschichten entwickeln.

  • Die erste Story war ja schon der Launch.
  • Weitere Geschichten könnten sich auf einzelne Stufen der Personal-Wertschöpfungskette beziehen: wie lassen sich Beurteilungen über dieses System abbilden? Gibt es Interaktionsmöglichkeiten für Chefs und Mitarbeiter, so dass evtl. sogar ein Feedback-Dialog über dieses System abgewickelt werden kann? Hilft die Software, den Personalbedarf zu planen? Etc.
  • Gibt es bestimmte Unternehmen, für die das System besonders geeignet ist? Beispielsweise solche, die selbst ausbilden? Nationale oder internationale Unternehmen? Oder gibt es branchenspezifische Lösungen?

PR mit Leser-Brille

Auch ein spannender Ansatzpunkt: Das Unternehmen könnte speziell Bewerber, Azubis, Kunden oder Geschäftspartner ansprechen. Und schon ergeben sich weitere Themen.

  • Für Bewerber ist ein Unternehmen spannend, das anspruchsvolle Jobs bei gleichzeitig flexiblen Arbeitsbedingungen zu bieten hat. Das gleiche gilt auch für Azubis und die Mitarbeiter. Wer ist nicht gerne stolz auf das Unternehmen, in dem er/sie arbeitet? Denken Sie in diesem Fall über Plattformen nach, auf denen diese Zielgruppe unterwegs ist.
  • Ein Kunde möchte mit Unternehmern zusammenarbeiten, die auf seine Bedürfnisse eingehen.
  • Und ein Dienstleistungspartner möchte jemanden an seiner Seite wissen, der auf Augenhöhe unterwegs ist.

Für beide letztgenannten Punkte ist ein Erfahrungsbericht ideal. Gibt es einen Kunden, der die Produktentwicklung in der Beta-Phase begleitet hat, sehr zufrieden ist und bereit ist, darüber zu erzählen? Eine solche Empfehlung ist nicht nur für das Unternehmen hervorragend. Auch Redaktionen freuen sich, wenn sie einen zusätzlichen Ansprechpartner außerhalb des Unternehmens haben.

Sie sehen: Ein PR Thema heißt nicht automatisch nur eine Geschichte. Voraussetzung ist jedoch immer, dass Sie auch wirklich was zu erzählen haben. Gibt ein Thema nicht mehr her als nur eine Meldung: lassen sie es dabei. Schauen Sie, ob es andere Anlässe gibt wie beispielsweise den „Tag der IT-Profis“, den „europäischen Datenschutztag“ oder sonstige Termine, die für Ihr Unternehmen passen.

Viel Erfolg bei der Themensuche!

Nikui Text und Rat Thema finden Tipps

Fünf Tipps, wie Sie Ihr Thema finden

Es ist Dienstag, und Sie haben kein Thema. In zwei Stunden will Ihr Kunde von Ihnen wissen, wie der rote Faden für den nächsten Newsletterbeitrag aussieht. Und Sie haben nicht den blassesten Schimmer, was Sie präsentieren sollen. Eine solche Situation ist der blanke Horror für mich. Denn ich möchte mich nicht darauf verlassen, dass mir im richtigen Moment was einfällt. Ich möchte vorbereitet sein.

Mit folgenden Tipps finden Sie Ihr Thema für Ihren Text

  • Fragen Sie den Kunden. Was ist ihm wichtig? Gerade vor dem ersten Text macht es Sinn, ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Kunden zu führen. Bevor ich die Zusammenarbeit starte, schicke ich meinen Kunden in der Regel einen Fragebogen. Er deckt unter anderem ab: Welche Ziele hat er? Was macht ihn besonders? Was bewegt ihn? Was will er über sich in der Zeitung lesen? In den Antworten verstecken sich oftmals ganz viele Themen für spannende Geschichten.
  • Schauen Sie sich den Mitbewerb an. Was bewegt die Branche? Können Sie Antithesen dazu aufstellen? Oder neue Thesen entwickeln? Beobachten Sie den Mitbewerb regelmäßig. Das lohnt sich, auch für Ihre eigenen Beiträge.
  • Was wird schon geschrieben? Sind nützliche Quellen dabei, auf die man verweisen kann, ggf. Querlinks? Können Sie zitieren? Kommentieren? In eine Diskussion einsteigen? Holen Sie sich Inspirationen aus Zeitungen, Zeitschriften, Blogs, Online-Portalen. Dass hier nicht gemeint ist sich mit fremden Federn zu schmücken, versteht sich von selbst. Hier kann ein konstruktiver und langfristiger Austausch entstehen!
  • Schauen Sie sich in den sozialen Medien um. Was twittern Journalisten? Was ist unter Hashtags zum Thema zu finden? Wie Stephanie Kowalski in ihrem aktuellen Blogbeitrag schreibt, sind mehr als 85 Prozent der Wirtschaftsjournalisten beruflich auf Facebook und Twitter unterwegs. Die sozialen Medien sind eine wahre Inspirationsquelle.
  • Planen Sie. Damit Sie nicht in eine solche Situation kommen, die Sie schlecht gelaunt in den Tag starten lässt: Erstellen Sie einen Themenplan, den Sie regelmäßig aktualisieren. Tragen Sie sich dafür einen Termin fest in Ihren Kalender ein. Wie Sie Ihren Redaktionsplan erstellen, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben.

So gehen Ihnen die Themen nie aus

Ich habe schon die Erfahrung gemacht: Es gibt Kunden, die sprudeln selbst geradezu vor Ideen. Studien, Veranstaltungen, neue Ansätze, Bücher, spannende Projekte, etc. – es gibt Ideen genug. Dann gibt es aber auch die, die nicht über ihre Projekte erzählen dürfen oder eben keine Bücher veröffentlichen. Sie wollen aber dennoch regelmäßig bloggen. In diesen Fällen hilft aus meiner Erfahrung folgendes:

  • Reduzieren Sie die Frequenz. Sie müssen nicht zwingend einmal pro Monat einen Newsletter veröffentlichen. Wenn es nichts zu erzählen gibt, lassen Sie es besser. Heiße Luft will keiner lesen. Lieber dann nur einmal pro Quartal etwas veröffentlichen, das dann aber mit Substanz!
  • Wechseln Sie sich mit KollegInnen ab. Wer sagt, dass ein Newsletter nur von einer Person geschrieben werden darf? Keiner. Holen Sie sich Co-Autoren ins Boot!
  • Fragen Sie Gastautoren. Gibt es Geschäfts- oder Kooperationspartner, die einen Beitrag in Ihrem Newsletter veröffentlichen könnten? Fragen Sie sie! Eventuell können Sie sogar gemeinsam einen Newsletter herausgeben? Spannend!
  • Gehen Sie auf Veranstaltungen. Ich bin oft in Netzwerken wie BNI unterwegs. Im Gespräch mit anderen Unternehmern kommen mir oft Ideen, die ich für meine Kunden nutzen kann. Einen riesen Vorteil hat Netzwerken: Wenn Sie selbst bereit sind, aus dem Nähkästchen zu plaudern, tun es auch Ihre Gesprächspartner. Dass die gebotene Vertraulichkeit gewahrt bleibt, ist selbstverständlich.
  • Diskutieren Sie. Treten Sie Gruppen in den sozialen Netzwerken bei, in denen Ihre Zielgruppe unterwegs ist. So erhalten Sie immer wieder spannende Impulse.

Und sollte Ihnen einmal wirklich überhaupt nichts einfallen: seien Sie offen. Reden Sie mit Ihrem Kunden darüber. Stellen Sie ihm Fragen. Das Thema ergibt sich oftmals auch im direkten Gespräch.

Nikui Text und Rat Redaktionskontakte

Mit diesen 8 Tipps gelingen Redaktionskontakte

Als ich neu ins Thema PR eingestiegen bin, hatte ich ein mulmiges Gefühl, wenn es darum ging, Redaktionen anzurufen. Ob ich instinktiv gespürt habe, dass man seine Kontakte sehr schnell verbrennen kann? Ich dachte an die Werbeanrufe, die ich, teilweise auch heute noch, ungebeten erhielt und wie sehr sie mich nervten. Ein solcher Anruf zur falschen Zeit konnte dazu führen, dass ich kündigte oder woanders bestellte, auch wenn ich zuvor noch so zufrieden war mit dem Anbieter. An der BAW hatte ich zwar das Rüstzeug für einen guten PR-Berater mitbekommen, aber wie man nun richtig gute Redaktionskontakte führt – diese Erfahrung fehlte mir. Und dementsprechend flau war mir’s auch, als ich den Telefonhörer das erste Mal in die Hand nahm.

Redaktionskontakte: Zum Üben in die Küche

Was mir am unangenehmsten war: dass andere zuhörten. Mir ging richtig die Düse, ich verkrampfte völlig. Da mir in diesem Modus das Arbeiten überhaupt keinen Spaß macht, packte ich meine Sachen und ging in die Küche. Mitsamt Telefon. Zunächst legte ich mir zurecht, wie ich in das Gespräch einsteigen wollte. Einen Zugang zum Thema finden, ohne plump danach zu fragen, ob mein Gesprächspartner die Pressemitteilung erhalten hatte. Ich legte mir verschiedene Argumente zurecht, um bei einem „Nein“ nicht sofort die Flinte ins Korn zu jagen. Ich spielte die Argumente in meinem Kopf durch, bis ich soweit war: So schlimm kann es schon nicht werden. Meine Kollegen schaffen das doch auch. Ich hatte natürlich schon bei Redaktionskontakten zugehört. Das Thema Kaltakquise war mir aus meinem früheren Berufsleben vertraut, als ich Termine für unseren Außendienst vereinbarte und Angebote nachfasste. Also ran an den Speck!

Meine ersten Redaktionskontakte

Was soll ich sagen – er war kurz. Es passierte genau das, was sich in meinem Kopfkino schon oft abgespielt hatte: ich wurde richtig abgebürstet. Zumindest kam ich mir so vor. Es passte aber auch alles zusammen. Der Redakteur war gestresst und ließ mich das spüren. Das warf mir meine so sorgfältige Vorbereitung über den Haufen. Ich kam sprichwörtlich ins Stottern – und aus war’s mit dem Themenvorschlag. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber es half nichts: die Kontakte wollten geführt werden. Also ran an den nächsten. Die folgenden zwei, drei Gespräche waren noch etwas holprig, aber es fiel mir immer leichter. Und zu meinem Glück konnte ich für einen Kunden sogar noch einen Fachbeitrag platzieren.

Yes, I can

Nun musste ich nicht mehr in der Küche telefonieren. Mit zunehmender Sicherheit und, ja, auch Routine, störte es mich immer weniger, wenn andere bei meinen Gesprächen mithörten. Ganz im Gegenteil. Jetzt konnte ich auch Tipps annehmen, wie man es an manchen Stellen noch besser machen konnte, wie ein Einstieg leichter gelingt oder welches Argument noch besser ziehen könnte. Damit Ihnen künftig Redaktionskontakte leicht fallen, habe ich 8 Tipps für Sie zusammengestellt:

8 Tipps für Redaktionskontakte, die Spaß machen

  1. Bereiten Sie sich gut vor. Recherchieren Sie: Gibt es aktuelle News? Neue Studien? Besondere Tage oder Ereignisse, die für Ihr Thema perfekt sind? Das könnten gute Einstiege in Ihr Gespräch sein.
  2. Achten Sie auf die richtige Zeit. Sie hängt natürlich davon ab, wo Sie anrufen. Bei Tageszeitungen ist es am besten, sein Glück zwischen 11 und 15 Uhr zu versuchen. Bei Fachmedien kann es auch außerhalb dieser Zeiten sein. Am besten fragen Sie Ihren Gesprächspartner direkt, wann Sie anrufen dürfen. Noch ein Tipp: Vermeiden Sie den Redaktionsschluss. Wenn Sie wissen, dass eine Fachzeitschrift am Donnerstag erscheint, rufen Sie nicht am Mittwoch davor an.
  3. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihren Gesprächspartner. Wenn er nur per Mail kontaktiert werden möchte, respektieren Sie das. Genauso respektieren Sie bitte, wenn er bestimmte Tage oder Uhrzeiten hat, die er für Telefonate am liebsten hat. Das zeugt von Respekt. Wenn Sie am Telefon schon merken, dass die Begeisterung gering ist, fragen Sie, ob ein andere Zeitpunkt besser ist.
  4. Seien Sie auf ein „Nein“ vorbereitet. Manchmal passt ein Thema einfach nicht. Hier kann der nächste Tipp helfen.
  5. Gehen Sie mit mindestens zwei Themenvorschlägen ins Gespräch. Wenn Sie mit dem ersten nicht punkten können, schaffen Sie es vielleicht mit dem zweiten. Oder mit einem anderen Aspekt. Wie Sie Themen finden, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben.
  6. Fragen Sie nach. Mit einem bloßen „Nein“ gebe ich mich selten zufrieden. Ich möchte verstehen, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. Schließlich will ich dem Redakteur die Arbeit erleichtern. Das kommuniziere ich ganz klar. Ich mache damit meistens positive Erfahrungen und konnte schon spannende Beiträge platzieren. Redakteure freuen sich auch, gute Ideen geliefert zu bekommen. Ich nerve aber nicht. Wenn ich merke, das Nein ist ein Nein, lasse ich es gut sein. Ich habe ein ziemlich gutes Gespür dafür.
  7. Halten Sie Vereinbarungen ein. Wenn ein Redakteur einen Beitrag möchte, aber nur exklusiv, und ich sage das zu, bekommt kein anderer das Thema. Ich erwarte umgekehrt auch, fair behandelt zu werden. Also achte ich sehr darauf, meine Gesprächspartner nicht zu enttäuschen.
  8. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Ich finde Redaktionskontakte in der Zwischenzeit klasse. Ich freue mich darauf, gute Gespräche zu führen, dazuzulernen, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Kann ich einen Beitrag platzieren oder ein Interview vereinbaren, freue ich mich umso mehr, klar. Es läuft aber nicht immer gleich gut. Wichtig ist es, regelmäßig Gespräche zu führen und mit der richtigen Einstellung an die Redaktionskontakte zu gehen.

Heben Sie den Hörer schon mit einem Lächeln ab. Sie werden sehen, dass Ihnen die Gespräche viel mehr Freude machen. Und Ihrem Gegenüber auch. Denn er hört das Lächeln in Ihrer Stimme. Und freut sich über Ihren Themenvorschlag.

Viel Erfolg bei Ihren Redaktionskontakten!

Text PR Ismaning Fachbeitrag PR Nikui

Mit fünf Schritten zum perfekten Fachbeitrag

Ist Ihr Thema B2B-Kommunikation und Sie wollen einen Fachbeitrag schreiben? Dann kennen Sie das sicherlich: die Frage, wie Sie beispielsweise das Umdenken im Kopf von Managern als Schlüsselfaktor für den Erfolg in der Industrie 4.0 so spannend machen, dass Ihr Beitrag auch angenommen wird. Solche Herausforderungen liebe ich. Gerade weil sie ein besonderes Händchen dafür erfordern, Geschichten spannend aufzubauen. Gutes und professionelles Storytelling ist gefragt.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft, das Thema „Umdenken im Kopf“ in einer Fachzeitschrift zu platzieren. Nun geht es darum, aus Ihrem Teaser, den Sie der Redaktion angeboten haben, den gewünschten Beitrag zu schreiben. Die geforderte Zeichenzahl haben Sie bekommen. Ich erkläre Ihnen anhand folgender 5 Tipps, wie Sie nun zu einer spannenden Geschichte kommen.

Fünf Tipps zum erfolgreichen Fachbeitrag

  1. Konkrete Situation beschreiben. Das ist der Jackpot für Sie! Ein Kunde erlaubt Ihnen, dass Sie aus der Zusammenarbeit mit ihm eine Story texten dürfen, idealerweise auch noch mit einem Zitat. Dieser Fall ist allerdings gerade in Beratungsunternehmen selten. Die Lösung: Sie anonymisieren Ihr Fallbeispiel. Aus dem Unternehmen Nikui Text und Rat machen Sie einfach eine auf Managementberater und Coaches spezialisierte PR Agentur.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. Suchen Sie nach Studien, die Ihre Aussagen untermauern. Beispielsweise wie die Development Group es getan hat. Sie befasst sich in ihrem aktuellen Blogbeitrag „Tradition: Hemmschuh für den Wandel“ mit der Frage, ob Manager zu „alt“ für die Wirtschaft heute sind und zieht zwei Studien heran, die ihre Frage untermauern.
  3. Grafiken. Mit einer aussagekräftigen Grafik stellen Sie Inhalte auf einen Blick übersichtlich dar und sparen sich viele Zeichen Text. Dieser Spiegel Artikel über Datentarife im Netz ist ein sehr gutes Beispiel. All diese Informationen im Text aufzubereiten hätte nicht nur den Autor zur Verzweiflung gebracht, sondern auch den Leser. Ein weiterer Vorteil: Ihnen bleibt nun mehr Raum für weitere Beispiele, Zitate oder einen Kasten, der die wichtigsten Fakten kurz zusammenfasst. Eine Quelle für Grafiken, die ich sehr gerne nutze, ist Statista. Wollen Sie eigenes Zahlenmaterial grafisch aufbereiten, empfehle ich Canva. Diese Software ist einfach zu nutzen und bietet viele Layoutvorschläge an.
  4. Den Text strukturieren. Erinnern Sie sich noch an das „Aufsatztraining“ in der Schule? Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das war nicht umsonst, denn genau so strukturieren Sie Ihren Fachbeitrag. Im Lead Text, der Einleitung, geben Sie einen kurzen Überblick über das, was Sie im Hauptteil des Textes beschreiben. Der Schluss kann beispielsweise ein persönliches Fazit des Autors sein, oder die Einschätzung, wie sich ein Thema in Zukunft gestalten wird. Im Beispiel der Development Group kommt die Redaktion zu dem Schluss, dass die Offenheit für Veränderung und Vertrauen zur digitalen Generation der Schlüssel zum künftigen Erfolg traditionsreicher Unternehmen sind.
  5. Kasten. Bieten Sie der Fachzeitschrift einen Kasten mit an, der die wichtigsten Punkte aus dem Artikel auf einen Blick zusammenfasst. Damit geben Sie dem Leser die Chance, sich mit Ihrem Beitrag zu befassen, auch wenn er eigentlich keine Zeit dazu hat. Denn der Kasten ist gleichzeitig noch ein Eye Catcher, an dem der Leser fast zwangsläufig hängenbleibt.

Erfolgreicher Fachbeitrag: Meine Empfehlung zum Schluss:

Lassen Sie Ihren Fachbeitrag querlesen, am besten von jemandem, der mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hat. Ihr Vorteil: So stellen Sie am schnellsten fest, ob Ihr Text nicht verständlich oder an der einen oder anderen Stelle unrund ist. Und Sie vermeiden Tippfehler. Denn ein professioneller Text ist Ihre ganz persönliche Visitenkarte.

Die 5 größten PR Vorurteile und wie Sie damit aufräumen

PR: So entkräften Sie die fünf größten Vorurteile

„Heute liest doch kein Mensch mehr Zeitung, wozu also noch PR?“ Dieses Argument höre ich oft, wenn ich über PR spreche. Aktuelle Studien sprechen eine ganz andere Sprache. Nach der B2B-Entscheideranalyse 2015/2016 nutzen etwa 94 Prozent der professionellen Entscheider Fachmedien als Entscheidungsgrundlage. Nach der b4P 2016-Studie liegt die Reichweite von Zeitungen (online und print) bei mehr als 86 Prozent der deutschen Bevölkerung. Diese Zahlen zeigen: PR ist ein hervorragendes Instrument, seine unternehmerischen Ziele zu unterstützen.

Eines möchte ich klarstellen: PR muss professionell gemacht sein. Es geht hier nicht darum zu erzählen, wie toll Sie sind. Sondern darum zu vermitteln, was Sie für Ihre Zielgruppe tun können. PR ist dazu da, Ihrer Zielgruppe aufzuzeigen, wie Sie deren dringlichste Herausforderungen lösen.
Nun wird es Zeit, mit den fünf gängigsten Irrtümern aufzuräumen:

PR bringt mir nichts

Das mag sein, wenn Sie mit der Erwartungshaltung herangehen, dass schon der erste Anruf in Redaktionen zum Erfolg führt. Auch für PR gilt: gut Ding braucht Weile. Redakteure werden mit Themenvorschlägen zugeschüttet, oftmals mit schlechten oder solchen, die sie überhaupt nicht betreffen. Damit Ihre PR erfolgreich ist, sind Sie gut beraten:

  • sich die richtigen Medien auszusuchen: Findet Ihr Thema hier Platz? Liest Ihre Zielgruppe diese Medien?
  • Ihren Verteiler sorgfältig zu erstellen: Welches Ressort und welcher Redakteur sind richtig?
  • Ihren Themenvorschlag gezielt zu adressieren. Wenn Sie keinen Ansprechpartner herausfinden können, rufen Sie in der Redaktion an und fragen Sie nach. In der Regel bekommen Sie den richtigen Ansprechpartner genannt.

Ich habe kein PR Thema

Das stimmt nicht. Jeder hat ein Thema. Das kann auch die persönliche Geschichte sein, ein spannendes Projekt, das Sie für einen Kunden durchgeführt haben (neudeutsch: Case Study) oder eine provokative These. In meinem Blogbeitrag „Mit fünf Fragen zu Ihrem Pressethema“ habe ich beschrieben, wie Sie zu Ihrem Pressethema kommen. Eine halbe Stunde reicht! Ein weiterer Tipp: aufmerksam lesen. Ich finde beim Durchlesen meiner Lieblingsmedien immer wieder Themen, die für meine Kunden in Frage kommen.

Ich habe keine Kapazitäten für PR

Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Viele Kunden denken, dass sie sehr viel Zeit investieren müssen, um Pressearbeit zu betreiben. Das ist ein Irrglaube. Klar, am Anfang steht immer ein ausführliches Briefing. Dafür sollte der Kunden mindestens einen halben Tag veranschlagen. Bei guter Vor- und Nachbereitung ist das Ergebnis die klare Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kommunikation zieht. Auf dieser Basis entwickelt man Verteiler, Themen- und Redaktionsplan und hat schon die ersten Geschichten parat, die den definierten Redakteuren angeboten werden. Das ist auch schön der größte Zeit-Block, den der Kunde aufwenden muss. In der weiteren Zusammenarbeit reduziert sich das auf beispielsweise ein wöchentliches Telefonat, um laufende Themen zu besprechen, und die Abstimmung von Themenvorschlägen oder Texten, die Ihre Agentur schon vorbereitet hat. Mit meinen Kunden mache ich mit dieser Vorgehensweise sehr gute Erfahrungen.

Mein Business ist nicht interessant genug für PR

Das sagen Sie. Weil Sie so tief in Ihren Themen sind, dass Sie den Blick für das Besondere daran verloren haben. Oder weil ihr Business für Sie einfach schon zu normal ist. Jeder Unternehmer hat etwas Besonderes. So habe ich bei einem Beratungskunden herausgefunden, dass er eine ganz spezielle Herangehensweise hat, seine Kunden in Transformationsprozessen zu begleiten. Daraus lässt sich wunderbar ein Tool entwickeln, das wiederum das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal hat. Der Blick von außen wirkt Wunder. Lassen Sie sich darauf ein!

Ich kann/mag nicht schreiben

Das macht nichts. Schreiben lässt sich durchaus auslagern. Ein guter Dienstleister ist Ihr Sparringspartner und besitzt genügend Empathie, sich in Sie hineinzuversetzen. Sie brauchen auch nicht zu befürchten, dass Ihr Stil verloren geht und Ihnen alle Texte aus der Feder Ihrer Agentur fremd sind. Nein. Außerdem: Viele Medien schreiben ihre Texte noch selbst. Sie brauchen lediglich Input in Form eines spannenden Themenvorschlags – einige Zeilen genügen. Diese schreibt Ihr Dienstleister für Sie.

Sie sehen: Jeder hat etwas Besonderes zu erzählen, natürlich auch Sie! Lassen Sie sich darauf ein und finden Sie Ihre Themen. Der Blick von außen hilft dabei. Bevor Sie sich auf einen Sparringspartner einlassen, testen Sie doch einfach einmal in Ihrem Business-Netzwerk, ob Sie bzw. Ihr Unternehmen „spannend“ sind. Erzählen Sie, welchen Mehrwert Sie Ihrem Gesprächspartner bieten können. Sie werden staunen über die Aufmerksamkeit, die Sie gewinnen.

Nikui Text und Rat selbstständig scheitern aufstehen

Brigitte.de: Scheitern macht glücklich

„Manuela Nikui hat sich mit 47 Jahren selbstständig gemacht – und ist gescheitert. Heute ist sie wieder ihr eigener Boss. Und glücklich.“

In diesem Artikel erzähle ich, wie ich mir in meiner ersten Selbstständigkeit eine blutige Nase geholt habe, was ich daraus gelernt habe, und wie ich es geschafft habe, heute glücklich mit meinem kleinen Unternehmen zu sein.

Das Wichtigste: Scheitern ist okay.

Die Erfahrungen, die ich daraus gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Ich freue mich, wenn der Artikel ermutigt, eigene Träume zu verwirklichen.

Redaktionsplan

5 Schritte zum eigenen Redaktionsplan

„Wie um Himmels willen fülle ich meinen Redaktionskalender?“ Das leere Template gähnt Sie an, und Sie haben nicht die leiseste Idee, wie Sie es füllen sollen? Das kenne ich. Bei meinem ersten Redaktionsplan ging es mir genauso. Inzwischen fällt es mir viel leichter, Ideen zu sammeln. Indem ich wie ein Trüffelschwein danach suche. Wie ich dabei vorgehe, lesen Sie in den folgenden 5 Tipps.

Sammeln Sie zunächst alle Informationen für Ihren Redaktionskalender, die Ihnen spannend erscheinen. Sie wissen ja, wie Ihre Zielgruppe tickt. Das haben Sie in verschiedenen Gesprächen schon gelernt. Daher sammeln Sie sowieso schon aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppe. Aussortieren können Sie später noch. Das Gute daran: Mit dem Sammeln schaffen Sie sich gleich einen ganzen Themenspeicher, den Sie laufend aktualisieren können.

So, nun aber Butter bei die Fische! So finde ich meine Trüffel:

Miteinander reden

Das ist das allerwichtigste. Gehen Sie in die Kaffeeküche oder Cafeteria. Tauschen Sie sich regelmäßig mit Kollegen, Freunden und Bekannten aus. Erzählen Sie, was Sie gerade beschäftigt, fragen Sie das auch Ihr Gegenüber. Außerdem sind Netzwerktreffen eine tolle Gelegenheit zum Austausch. Wo bin ich unterwegs: BNI, Business Treff Exklusiv, die Markenbildnerei, Mehrwert München, das Business-Herzwerk von Danielle G. Löhr, WIN Women in Network und noch andere. Tipps zum Netzwerken finden Sie in meinem Blogbeitrag.

Überlegen, was Sie Besonderes tun

Engagieren Sie sich für einen guten Zweck, beispielsweise indem Sie Jugendliche bei ihrer Bewerbung unterstützen? Haben Sie ein Forschungsprojekt gestartet, das öffentlich gefördert wird? Erzählen Sie darüber! Es geht nicht darum, das Image aufzupolieren. Sondern Sie gewinnen auf diese Weise Unterstützer und können somit Ihre Herzensprojekte noch stärker unterstützen.

Aufmerksam lesen und surfen

Lesen Sie Zeitungen. Nicht nur die wichtigsten aus Ihrem unmittelbaren Umfeld. Sondern alles, was Sie interessiert. Ich bin auf diese Weise schon oft auf ein Thema gestoßen, das ich meinen Kunden empfehlen konnte.

Themensammlung für Ihren Redaktionsplan anlegen

Wenn Sie auf interessante Artikel stoßen – das kann eine aktuelle Studie oder eine spannende Reportage sein – sammeln Sie sie. So haben Sie mit der Zeit einen ganzen Fundus, auf den Sie zurückgreifen können, wenn Ihnen gerade nichts einfällt.

Den Terminkalender zu Rate ziehen

Prüfen Sie, ob besondere Anlässe in Ihrem Unternehmen anstehen. Beispielsweise in Firmenjubiläum, die eigene Kundenveranstaltung oder die Eröffnung eines neuen Büros. Sie können auch auf außergewöhnliche Termine zurückgreifen, wie beispielsweise Ralf Elcheroth das getan hat in seinem schrägen Hochzeitskalender. Auch der kleine Kalender bietet eine Fülle an Anlässen.

Sie werden feststellen, dass Sie ziemlich schnell ziemlich viele Trüffel beieinanderhaben. Diese können Sie nun passend nach Thema, Kunde, etc. sortieren. Aber Achtung: Das heißt nicht, dass Ihr Themenplan in Stein gemeißelt ist. Sie haben nun eine komfortable Basis geschaffen. Treffen Sie auf ein aktuelles Thema, das noch viel spannender ist als alles, was Sie gesammelt haben, nutzen Sie es! Ihr Redaktionsplan ist ein lebendes Dokument. Das Thema, das Sie eigentlich für diesen Tag vorgesehen hatten, verschieben Sie einfach.

Viel Erfolg!

Pressethema Nikui Text und Rat

Mit 5 Fragen in 30 Minuten zu Ihrem Pressethema

Sie haben kein Pressethema? Von wegen! Sie ahnen ja gar nicht, welchen Fundus an spannenden Geschichten Sie im Unternehmen haben. 5 Fragen helfen Ihnen, Ihren Geschichten-Schatz zu heben.

Um Ihnen die Sache zu vereinfachen, habe ich zu jeder Frage gleich beispielhaft Sätze formuliert. Sie sind als Ideenstütze gedacht, die Sie nach Ihren eigenen Anforderungen umformulieren können.

Diese 5 Fragen führen Sie zu Ihrem Pressethema

1. Feiern Sie oder Ihr Unternehmen einen besonderen Anlass?

Das kann ein Firmenjubiläum sein, eine Veranstaltung oder Ihr erster Lehrling, der in Rente geht und sein gesamtes Berufsleben bei Ihnen im Unternehmen verbracht hat. Beispiel:

  • Unternehmen wird 50! Unternehmen hat sich in 50 Jahren zum wichtigsten Arbeitgeber in der Region entwickelt.
  • Stratege des Jahres: Zum ersten Mal ehrt Unternehmen xyz die drei besten deutschen Unternehmen für besonders erfolgreiche strategische Leistung.
  • 50 Jahre im gleichen Unternehmen: Lehrling geht in den Ruhestand.

2. Haben Sie besondere Erkenntnisse in Studien oder Kundenprojekten gewonnen?

Bei Marktanalysen für Kundenprojekte können Sie besondere Erkenntnisse gewinnen, die sich in spannende Themen übersetzen lassen. Beispiel:

  • Unternehmer geben 20 Prozent mehr für Strategieberatung aus. Sie sind jedoch mit den Beratungsleistungen zunehmend unzufrieden. Das zeigt eine aktuelle Studie von xyz.

3. Was ist Ihnen bei einem Kunden besonders gelungen?

Sie hatten das Glück, ein spannendes Kundenprojekt zu begleiten und dürfen darüber reden? Nutzen Sie die Chance! Testimonials sind die beste Werbung, die Sie haben. Beispiel:

  • Von 0 auf 100 in 365 Tagen: Unternehmen xyz hat sich in nur einem Jahr zum führenden Anbieter von veganem Hundefutter entwickelt.

4. Engagieren Sie sich für einen besonderen Zweck?

Hier meine ich nicht „nur“ Spenden, sondern selbst Hand anlegen. Beispiele:

  • Unternehmer sponsert Sprachunterricht für Auszubildende in der Region.
  • Unternehmer organisiert für die Kinder seiner Mitarbeiter Hausaufgabenbetreuung

5. Können Sie etwas Besonderes über Ihre Mitarbeiter berichten, beispielsweise ein spannender Neuzugang oder eine besondere Leistung eines Mitarbeiters?

Hier helfen folgende Ansätze: Haben Sie einen neuen Mitarbeiter der von einem Mitbewerber zu Ihnen kam oder ein öffentlichkeitswirksames Amt innehatte? Oder hat jemand eine tolle sportliche Leistung vollbracht? Beispiele:

  • Paukenschlag in der Beraterbranche: Ehemaliger Bundeskanzler wird Berater bei xyz
  • Unternehmensberater gewinnt den Ironman.

Noch ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Themen einen roten Faden haben. Gerade wenn Ihr Unternehmen noch nicht bekannt ist, sind Sie gut beraten, sich zunächst auf ein Thema zu konzentrieren. Zu viele Botschaften verwirren, Ihre Zielgruppe merkt sie sich nicht. Beispiel: Wenn Sie in mehreren Branchen beraten, versuchen Sie, den gemeinsamen Nenner zu finden: Ist es das Thema Strategie? Oder Veränderungsmanagement? Oder Krisensituationen? Beginnen Sie mit dem Schwerpunkt, der Ihrer Zielgruppe am wichtigsten ist.

Blogparade Alexandra Götze ich liebe meinen Job Selbstständigkeit

Ich liebe die Selbstständigkeit, aber nicht um jeden Preis

Das ging mir durch den Kopf, als ich das Buch von Alexandra Götze gelesen habe. Beas Tagebuch hat mich veranlasst, meine berufliche Laufbahn Revue passieren zu lassen. Ich war auch schon an dem Punkt „Es muss was passieren“. Ich habe zwar kein Tagebuch geführt, mich aber ganz ehrlich gefragt, ob meine Situation damals das war, was ich wollte. Die Antwort war ein klares „Nein“. Also habe ich etwas unternSommen: meine zweite Selbstständigkeit gestartet.

Ich

Ich bin Texterin und PRlerin aus Leidenschaft. Vor knapp 20 Jahren habe ich diese Richtung eingeschlagen. Mit Learning by doing im täglichen Job und berufsbegleitenden Studiengängen habe ich mir praktisches und theoretisches Wissen angeeignet. Auch heute bilde ich mich noch laufend weiter. Denn ich bin neugierig und glaube an lebenslanges Lernen.

Meine Selbstständigkeit: Die Anfänge

Meine erste Selbstständigkeit bin ich ziemlich blauäugig angegangen. Ich habe einfach „ja“ gesagt, obwohl ich meine Partnerin kaum kannte. Ich wollte immer schon Unternehmerin sein und dachte damals, wenn nicht jetzt – wann dann? Eine PR-Agentur war für mich eine spannende Erfahrung. Den Bereich Unternehmenskommunikation kannte ich, die Agenturseite damals noch nicht. Eine perfekte Möglichkeit also, mein Know-how abzurunden. Es ging jedoch nicht lange gut. Zu unterschiedlich waren die Erwartungen, sicherlich auf beiden Seiten. Ich gehöre beispielsweise zu den Menschen, die nicht erst kurz vor einem vereinbarten Telefonat mit der Vorbereitung beginnen. Kurz vor knapp will ich meine Ruhe, um mich zu sammeln. Kundenpräsentationen möchte ich rechtzeitig fertig haben. Und zwar so, dass ich einmal darüber schlafen kann, sie vor dem Termin in aller Ruhe nochmal durchlesen und letzte Änderungen machen kann. Ohne Hektik.

Es sind auf den ersten Blick nur Kleinigkeiten, die den Arbeitsalltag aber zunehmend unbefriedigend machen. Wie Bea habe ich mich selbst hinterfragt: Was kann ich ändern? Was muss ich ändern? Bin ich bereit dazu? Liegt es nur an mir, dass die Partnerschaft nicht funktioniert? Nein, sicher nicht. Denn: Jede Medaille hat zwei Seiten. Für mich hieß das: die Konsequenzen ziehen. Was ich getan habe.

Der Neubeginn

Ich bin heute dankbar für die Erfahrungen, die ich in meiner ersten Selbstständigkeit gemacht habe. An ihnen bin ich gewachsen. Ich bin viel selbstsicherer und mutiger geworden. Und weiß heute genau, wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle.

Die Reißleine zu ziehen war nicht einfach. Ich habe viel aufgegeben: spannende Projekte, Kunden, Erfolg… Aber ich war es mir selbst schuldig. Und ja, ich hatte Existenzängste. War von Zweifeln geplagt, ob der neue Weg der richtige ist. Heute kann ich sagen: er ist es.

In den letzten Monaten habe ich viele interessante und liebenswerte Menschen kennengelernt. Die mich bestärken, motivieren, für mich Ansporn sind. Und für die ich umgekehrt auch Ansporn sein kann und darf. Aus meinen Erfahrungen und durch die neuen Menschen in meinem Leben habe ich sehr viel für mich mitgenommen.

Selbstständigkeit: Was habe ich gelernt?

  • Selbstsicher sein. Ich bin gut in dem, was ich tue. Weil ich es liebe. Meinen Kunden zuhören, sie strategisch beraten, für sie Themen und Geschichten entwickeln, schreiben und vermarkten – das ist meine Welt. Ich bekomme sehr positives Feedback, was mir unheimlich guttut. Und mich weiter anspornt.
  • Keine Kompromisse. Mit einer Kundin habe ich die Zusammenarbeit sehr schnell wieder beendet. Warum? Unsere Vorstellungen von professioneller und guter Pressearbeit stimmten nicht überein. Das Projekt hätte mich unglücklich gemacht. Und zudem Zeit beansprucht, die ich für andere spannende Themen gut brauchen konnte.
  • Ich kann sehr gut selbstständig. Das liegt mir, entspricht meinem Wesen. Ich habe keine Angst davor, Entscheidungen zu treffen. Und ich kann es auch aushalten, wenn die Auftragsbücher mal nicht total überlaufen.

Was mache ich jetzt anders?

  • Ich höre auf mein Bauchgefühl. Wenn sich eine Entscheidung oder ein Projekt nicht gut anfühlt, lasse ich die Finger davon. Ich habe gelernt, dass mich mein Bauchgefühl nicht trügt. Ich hatte nämlich vor der ersten Selbstständigkeit immer einen kleinen Mann im Hinterkopf, der gesagt hat, lass es lieber. Ich habe ihn ignoriert.
  • Ich pflege mein Netzwerk. Das habe ich in den letzten Jahren teilweise vernachlässigt. Ich bin dankbar, dass ich gute Kontakte habe, auf die ich mich verlassen kann, und denen ich auch umgekehrt Gutes tun kann. Aktuell baue ich mir gerade Kontakte zu weiteren Dienstleistern auf, mit denen ich langfristig zusammenarbeiten kann.
  • Ich vertraue, aber nicht bedingungslos. Früher hatte jeder automatisch einen Vertrauensbonus bei mir. Das ist jetzt anders. Ich gehe zwar nach wie vor optimistisch und offen auf Menschen zu, bin dabei aber vorsichtiger. So hatte ich mit einem potenziellen Kunden vereinbart, ihm Impulse für mögliche Pressethemen zu liefern, nachdem er mir im persönlichen Gespräch eine Zusammenarbeit in Aussicht gestellt hatte. Nachdem ich aber auf die ersten beiden Ideen nichts gehört habe, stellte ich den Kontakt wieder ein.

Fazit

Wie Alexandra Götze in ihrem Buch feststellt, liegt es zu einem guten Teil an jedem selbst, ob er sich in seinem Job wohlfühlt oder nicht. Die Verantwortung komplett auf andere abzuwälzen funktioniert nicht. Es ist richtig zu schauen, was man selbst verändern kann, um sich in seinem Job wieder wohlzufühlen. Wenn das nicht hilft, sollte man die Konsequenzen ziehen. Ich für mich kann heute sagen: Ich liebe meine Selbstständigkeit, aber nicht um jeden Preis.

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Text PR Storytelling

Fünf Tipps für guten Text

Vor allem kleine Unternehmen tun sich oft schwer mit Text und damit, gute und spannende Geschichten zu erzählen. Warum sollten sie das überhaupt tun? Damit sie ihre Kunden richtig ansprechen. Sie abholen. Ihnen aufzeigen, dass sie ihre Kunden verstehen, ein vertrauenswürdiger Partner und gerne für sie da sind. 5 Tipps, wie ein Text ein guter Text wird.

Geschichten bieten sich für Akquiseschreiben an. Wenn sich beispielsweise ein Handwerksbetrieb um eine Ausschreibung bewirbt. Der Ausschreibende möchte wissen, warum genau dieser Betrieb mit anbieten sollte. Geht es beispielsweise um eine neue Grünanlage, reicht es nicht nur zu sagen „Das kann ich“. Besser ist es, im Text ein Beispiel einer solchen Anlage zu schildern, die der Betrieb schon geplant und umgesetzt hat.

Wann ist ein Text gut?

Er ist dann gut, wenn er den Leser anspricht, ihn fesselt, das Kino in seinem Kopf startet. Dann wirkt er. Er baut Vertrauen auf, vermittelt Kompetenz und bringt den Leser dazu, sich näher mit dem Absender zu befassen. Im Idealfall holt dieser sich ein Angebot ein, ruft an oder greift beim Angebot sofort zu. Für Unternehmer, die den Hebel Text brauchen, um mit anderen in Kontakt zu kommen, ist ein guter Text sehr wichtig. Denn er ist der Türöffner. Daher muss er sitzen.

5 Tipps, damit Ihre Geschichten wirken

  • Kommen Sie sofort zum Punkt. Der Leser will sich in der Regel nicht lange mit Vorgeplänkel aufzuhalten. Ist der Einstieg gut und zeigt ihm unmittelbar die Lösung seines Problems, nimmt er sich die Zeit und liest weiter.
  • Fokussieren Sie sich. Versuchen Sie nicht, Ihr gesamtes Leistungsportfolio in einem einzigen Anschreiben unterzubringen. Das verwirrt. Ihr Leser weiß nicht, warum Sie ihm das alles erzählen. Wenn Ihr Kunde eine neue Haustür braucht, ist es ihm egal, ob Sie auch Fenster liefern. Fokussieren Sie sich auf das, was der Kunde möchte. Jedes weitere Produkt oder jede weitere Dienstleistung kann ein neuer Anlass für den Kundenkontakt sein.
  • Bleiben Sie verständlich. Vermeiden Sie möglichst Fremdwörter und Anglizismen. Sagen Sie „Folien“ statt „Slides“ oder „Kundenbindung“ statt „Customer Retention“. Sie werden sehen, Ihr Text liest sich leichter und wirkt gleich viel sympathischer
  • Bleiben Sie authentisch. Ihr Text muss stimmig sein, sich für Sie gut anfühlen. Bleiben Sie sich in Sprache und Wortwahl treu. Wenn Sie als Handwerksbetrieb Ihre Kunden zu Weißwürsten einladen, reicht es, wenn Sie das genau so kommunizieren. Sie brauchen nicht von „Brühwürsten aus fein gekuttertem Kalbfleisch“ (Wikipedia) zu sprechen.
  • Der Inhalt bestimmt die Länge von Text bzw. Geschichte. Lösen Sie sich von Mindestvorgaben. Die Textlänge kann Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen, im Sinne von „langer Text ist viel lesenswerter Inhalt“. Kann. Oftmals fehlt im Text dann der Fokus. Es gibt keine ideale Länge. Für Blogs bringt Sven Lennartz das Thema Textlänge wunderbar auf den Punkt.

Woher weiß ich, ob der Text gut ist?

Fragen Sie nach. Bei Kollegen, in Ihrem Netzwerk. Oder bei guten Kunden. Der Blick von außen hilft und gibt oft noch wertvolle Tipps, wie Sie noch „eine Schippe drauflegen können“, wie es so schön heißt. Wenn Sie mit texten gar nichts am Hut haben, lagern Sie diese Aufgabe aus. Mit einem guten Briefing können Sie ganz einfach externe Partner mit ins Boot holen.