Text PR Ismaning Fachbeitrag PR Nikui

Mit fünf Schritten zum perfekten Fachbeitrag

Ist Ihr Thema B2B-Kommunikation und Sie wollen einen Fachbeitrag schreiben? Dann kennen Sie das sicherlich: die Frage, wie Sie beispielsweise das Umdenken im Kopf von Managern als Schlüsselfaktor für den Erfolg in der Industrie 4.0 so spannend machen, dass Ihr Beitrag auch angenommen wird. Solche Herausforderungen liebe ich. Gerade weil sie ein besonderes Händchen dafür erfordern, Geschichten spannend aufzubauen. Gutes und professionelles Storytelling ist gefragt.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft, das Thema „Umdenken im Kopf“ in einer Fachzeitschrift zu platzieren. Nun geht es darum, aus Ihrem Teaser, den Sie der Redaktion angeboten haben, den gewünschten Beitrag zu schreiben. Die geforderte Zeichenzahl haben Sie bekommen. Ich erkläre Ihnen anhand folgender 5 Tipps, wie Sie nun zu einer spannenden Geschichte kommen.

Fünf Tipps zum erfolgreichen Fachbeitrag

  1. Konkrete Situation beschreiben. Das ist der Jackpot für Sie! Ein Kunde erlaubt Ihnen, dass Sie aus der Zusammenarbeit mit ihm eine Story texten dürfen, idealerweise auch noch mit einem Zitat. Dieser Fall ist allerdings gerade in Beratungsunternehmen selten. Die Lösung: Sie anonymisieren Ihr Fallbeispiel. Aus dem Unternehmen Nikui Text und Rat machen Sie einfach eine auf Managementberater und Coaches spezialisierte PR Agentur.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. Suchen Sie nach Studien, die Ihre Aussagen untermauern. Beispielsweise wie die Development Group es getan hat. Sie befasst sich in ihrem aktuellen Blogbeitrag „Tradition: Hemmschuh für den Wandel“ mit der Frage, ob Manager zu „alt“ für die Wirtschaft heute sind und zieht zwei Studien heran, die ihre Frage untermauern.
  3. Grafiken. Mit einer aussagekräftigen Grafik stellen Sie Inhalte auf einen Blick übersichtlich dar und sparen sich viele Zeichen Text. Dieser Spiegel Artikel über Datentarife im Netz ist ein sehr gutes Beispiel. All diese Informationen im Text aufzubereiten hätte nicht nur den Autor zur Verzweiflung gebracht, sondern auch den Leser. Ein weiterer Vorteil: Ihnen bleibt nun mehr Raum für weitere Beispiele, Zitate oder einen Kasten, der die wichtigsten Fakten kurz zusammenfasst. Eine Quelle für Grafiken, die ich sehr gerne nutze, ist Statista. Wollen Sie eigenes Zahlenmaterial grafisch aufbereiten, empfehle ich Canva. Diese Software ist einfach zu nutzen und bietet viele Layoutvorschläge an.
  4. Den Text strukturieren. Erinnern Sie sich noch an das „Aufsatztraining“ in der Schule? Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das war nicht umsonst, denn genau so strukturieren Sie Ihren Fachbeitrag. Im Lead Text, der Einleitung, geben Sie einen kurzen Überblick über das, was Sie im Hauptteil des Textes beschreiben. Der Schluss kann beispielsweise ein persönliches Fazit des Autors sein, oder die Einschätzung, wie sich ein Thema in Zukunft gestalten wird. Im Beispiel der Development Group kommt die Redaktion zu dem Schluss, dass die Offenheit für Veränderung und Vertrauen zur digitalen Generation der Schlüssel zum künftigen Erfolg traditionsreicher Unternehmen sind.
  5. Kasten. Bieten Sie der Fachzeitschrift einen Kasten mit an, der die wichtigsten Punkte aus dem Artikel auf einen Blick zusammenfasst. Damit geben Sie dem Leser die Chance, sich mit Ihrem Beitrag zu befassen, auch wenn er eigentlich keine Zeit dazu hat. Denn der Kasten ist gleichzeitig noch ein Eye Catcher, an dem der Leser fast zwangsläufig hängenbleibt.

Erfolgreicher Fachbeitrag: Meine Empfehlung zum Schluss:

Lassen Sie Ihren Fachbeitrag querlesen, am besten von jemandem, der mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hat. Ihr Vorteil: So stellen Sie am schnellsten fest, ob Ihr Text nicht verständlich oder an der einen oder anderen Stelle unrund ist. Und Sie vermeiden Tippfehler. Denn ein professioneller Text ist Ihre ganz persönliche Visitenkarte.

Die 5 größten PR Vorurteile und wie Sie damit aufräumen

PR: So entkräften Sie die fünf größten Vorurteile

„Heute liest doch kein Mensch mehr Zeitung, wozu also noch PR?“ Dieses Argument höre ich oft, wenn ich über PR spreche. Aktuelle Studien sprechen eine ganz andere Sprache. Nach der B2B-Entscheideranalyse 2015/2016 nutzen etwa 94 Prozent der professionellen Entscheider Fachmedien als Entscheidungsgrundlage. Nach der b4P 2016-Studie liegt die Reichweite von Zeitungen (online und print) bei mehr als 86 Prozent der deutschen Bevölkerung. Diese Zahlen zeigen: PR ist ein hervorragendes Instrument, seine unternehmerischen Ziele zu unterstützen.

Eines möchte ich klarstellen: PR muss professionell gemacht sein. Es geht hier nicht darum zu erzählen, wie toll Sie sind. Sondern darum zu vermitteln, was Sie für Ihre Zielgruppe tun können. PR ist dazu da, Ihrer Zielgruppe aufzuzeigen, wie Sie deren dringlichste Herausforderungen lösen.
Nun wird es Zeit, mit den fünf gängigsten Irrtümern aufzuräumen:

PR bringt mir nichts

Das mag sein, wenn Sie mit der Erwartungshaltung herangehen, dass schon der erste Anruf in Redaktionen zum Erfolg führt. Auch für PR gilt: gut Ding braucht Weile. Redakteure werden mit Themenvorschlägen zugeschüttet, oftmals mit schlechten oder solchen, die sie überhaupt nicht betreffen. Damit Ihre PR erfolgreich ist, sind Sie gut beraten:

  • sich die richtigen Medien auszusuchen: Findet Ihr Thema hier Platz? Liest Ihre Zielgruppe diese Medien?
  • Ihren Verteiler sorgfältig zu erstellen: Welches Ressort und welcher Redakteur sind richtig?
  • Ihren Themenvorschlag gezielt zu adressieren. Wenn Sie keinen Ansprechpartner herausfinden können, rufen Sie in der Redaktion an und fragen Sie nach. In der Regel bekommen Sie den richtigen Ansprechpartner genannt.

Ich habe kein PR Thema

Das stimmt nicht. Jeder hat ein Thema. Das kann auch die persönliche Geschichte sein, ein spannendes Projekt, das Sie für einen Kunden durchgeführt haben (neudeutsch: Case Study) oder eine provokative These. In meinem Blogbeitrag „Mit fünf Fragen zu Ihrem Pressethema“ habe ich beschrieben, wie Sie zu Ihrem Pressethema kommen. Eine halbe Stunde reicht! Ein weiterer Tipp: aufmerksam lesen. Ich finde beim Durchlesen meiner Lieblingsmedien immer wieder Themen, die für meine Kunden in Frage kommen.

Ich habe keine Kapazitäten für PR

Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Viele Kunden denken, dass sie sehr viel Zeit investieren müssen, um Pressearbeit zu betreiben. Das ist ein Irrglaube. Klar, am Anfang steht immer ein ausführliches Briefing. Dafür sollte der Kunden mindestens einen halben Tag veranschlagen. Bei guter Vor- und Nachbereitung ist das Ergebnis die klare Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kommunikation zieht. Auf dieser Basis entwickelt man Verteiler, Themen- und Redaktionsplan und hat schon die ersten Geschichten parat, die den definierten Redakteuren angeboten werden. Das ist auch schön der größte Zeit-Block, den der Kunde aufwenden muss. In der weiteren Zusammenarbeit reduziert sich das auf beispielsweise ein wöchentliches Telefonat, um laufende Themen zu besprechen, und die Abstimmung von Themenvorschlägen oder Texten, die Ihre Agentur schon vorbereitet hat. Mit meinen Kunden mache ich mit dieser Vorgehensweise sehr gute Erfahrungen.

Mein Business ist nicht interessant genug für PR

Das sagen Sie. Weil Sie so tief in Ihren Themen sind, dass Sie den Blick für das Besondere daran verloren haben. Oder weil ihr Business für Sie einfach schon zu normal ist. Jeder Unternehmer hat etwas Besonderes. So habe ich bei einem Beratungskunden herausgefunden, dass er eine ganz spezielle Herangehensweise hat, seine Kunden in Transformationsprozessen zu begleiten. Daraus lässt sich wunderbar ein Tool entwickeln, das wiederum das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal hat. Der Blick von außen wirkt Wunder. Lassen Sie sich darauf ein!

Ich kann/mag nicht schreiben

Das macht nichts. Schreiben lässt sich durchaus auslagern. Ein guter Dienstleister ist Ihr Sparringspartner und besitzt genügend Empathie, sich in Sie hineinzuversetzen. Sie brauchen auch nicht zu befürchten, dass Ihr Stil verloren geht und Ihnen alle Texte aus der Feder Ihrer Agentur fremd sind. Nein. Außerdem: Viele Medien schreiben ihre Texte noch selbst. Sie brauchen lediglich Input in Form eines spannenden Themenvorschlags – einige Zeilen genügen. Diese schreibt Ihr Dienstleister für Sie.

Sie sehen: Jeder hat etwas Besonderes zu erzählen, natürlich auch Sie! Lassen Sie sich darauf ein und finden Sie Ihre Themen. Der Blick von außen hilft dabei. Bevor Sie sich auf einen Sparringspartner einlassen, testen Sie doch einfach einmal in Ihrem Business-Netzwerk, ob Sie bzw. Ihr Unternehmen „spannend“ sind. Erzählen Sie, welchen Mehrwert Sie Ihrem Gesprächspartner bieten können. Sie werden staunen über die Aufmerksamkeit, die Sie gewinnen.

Nikui Text und Rat selbstständig scheitern aufstehen

Brigitte.de: Scheitern macht glücklich

„Manuela Nikui hat sich mit 47 Jahren selbstständig gemacht – und ist gescheitert. Heute ist sie wieder ihr eigener Boss. Und glücklich.“

In diesem Artikel erzähle ich, wie ich mir in meiner ersten Selbstständigkeit eine blutige Nase geholt habe, was ich daraus gelernt habe, und wie ich es geschafft habe, heute glücklich mit meinem kleinen Unternehmen zu sein.

Das Wichtigste: Scheitern ist okay.

Die Erfahrungen, die ich daraus gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Ich freue mich, wenn der Artikel ermutigt, eigene Träume zu verwirklichen.

Redaktionsplan

5 Schritte zum eigenen Redaktionsplan

„Wie um Himmels willen fülle ich meinen Redaktionskalender?“ Das leere Template gähnt Sie an, und Sie haben nicht die leiseste Idee, wie Sie es füllen sollen? Das kenne ich. Bei meinem ersten Redaktionsplan ging es mir genauso. Inzwischen fällt es mir viel leichter, Ideen zu sammeln. Indem ich wie ein Trüffelschwein danach suche. Wie ich dabei vorgehe, lesen Sie in den folgenden 5 Tipps.

Sammeln Sie zunächst alle Informationen für Ihren Redaktionskalender, die Ihnen spannend erscheinen. Sie wissen ja, wie Ihre Zielgruppe tickt. Das haben Sie in verschiedenen Gesprächen schon gelernt. Daher sammeln Sie sowieso schon aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppe. Aussortieren können Sie später noch. Das Gute daran: Mit dem Sammeln schaffen Sie sich gleich einen ganzen Themenspeicher, den Sie laufend aktualisieren können.

So, nun aber Butter bei die Fische! So finde ich meine Trüffel:

Miteinander reden

Das ist das allerwichtigste. Gehen Sie in die Kaffeeküche oder Cafeteria. Tauschen Sie sich regelmäßig mit Kollegen, Freunden und Bekannten aus. Erzählen Sie, was Sie gerade beschäftigt, fragen Sie das auch Ihr Gegenüber. Außerdem sind Netzwerktreffen eine tolle Gelegenheit zum Austausch. Wo bin ich unterwegs: BNI, Business Treff Exklusiv, die Markenbildnerei, Mehrwert München, das Business-Herzwerk von Danielle G. Löhr, WIN Women in Network und noch andere. Tipps zum Netzwerken finden Sie in meinem Blogbeitrag.

Überlegen, was Sie Besonderes tun

Engagieren Sie sich für einen guten Zweck, beispielsweise indem Sie Jugendliche bei ihrer Bewerbung unterstützen? Haben Sie ein Forschungsprojekt gestartet, das öffentlich gefördert wird? Erzählen Sie darüber! Es geht nicht darum, das Image aufzupolieren. Sondern Sie gewinnen auf diese Weise Unterstützer und können somit Ihre Herzensprojekte noch stärker unterstützen.

Aufmerksam lesen und surfen

Lesen Sie Zeitungen. Nicht nur die wichtigsten aus Ihrem unmittelbaren Umfeld. Sondern alles, was Sie interessiert. Ich bin auf diese Weise schon oft auf ein Thema gestoßen, das ich meinen Kunden empfehlen konnte.

Themensammlung für Ihren Redaktionsplan anlegen

Wenn Sie auf interessante Artikel stoßen – das kann eine aktuelle Studie oder eine spannende Reportage sein – sammeln Sie sie. So haben Sie mit der Zeit einen ganzen Fundus, auf den Sie zurückgreifen können, wenn Ihnen gerade nichts einfällt.

Den Terminkalender zu Rate ziehen

Prüfen Sie, ob besondere Anlässe in Ihrem Unternehmen anstehen. Beispielsweise in Firmenjubiläum, die eigene Kundenveranstaltung oder die Eröffnung eines neuen Büros. Sie können auch auf außergewöhnliche Termine zurückgreifen, wie beispielsweise Ralf Elcheroth das getan hat in seinem schrägen Hochzeitskalender. Auch der kleine Kalender bietet eine Fülle an Anlässen.

Sie werden feststellen, dass Sie ziemlich schnell ziemlich viele Trüffel beieinanderhaben. Diese können Sie nun passend nach Thema, Kunde, etc. sortieren. Aber Achtung: Das heißt nicht, dass Ihr Themenplan in Stein gemeißelt ist. Sie haben nun eine komfortable Basis geschaffen. Treffen Sie auf ein aktuelles Thema, das noch viel spannender ist als alles, was Sie gesammelt haben, nutzen Sie es! Ihr Redaktionsplan ist ein lebendes Dokument. Das Thema, das Sie eigentlich für diesen Tag vorgesehen hatten, verschieben Sie einfach.

Viel Erfolg!

Pressethema Nikui Text und Rat

Mit 5 Fragen in 30 Minuten zu Ihrem Pressethema

Sie haben kein Pressethema? Von wegen! Sie ahnen ja gar nicht, welchen Fundus an spannenden Geschichten Sie im Unternehmen haben. 5 Fragen helfen Ihnen, Ihren Geschichten-Schatz zu heben.

Um Ihnen die Sache zu vereinfachen, habe ich zu jeder Frage gleich beispielhaft Sätze formuliert. Sie sind als Ideenstütze gedacht, die Sie nach Ihren eigenen Anforderungen umformulieren können.

Diese 5 Fragen führen Sie zu Ihrem Pressethema

1. Feiern Sie oder Ihr Unternehmen einen besonderen Anlass?

Das kann ein Firmenjubiläum sein, eine Veranstaltung oder Ihr erster Lehrling, der in Rente geht und sein gesamtes Berufsleben bei Ihnen im Unternehmen verbracht hat. Beispiel:

  • Unternehmen wird 50! Unternehmen hat sich in 50 Jahren zum wichtigsten Arbeitgeber in der Region entwickelt.
  • Stratege des Jahres: Zum ersten Mal ehrt Unternehmen xyz die drei besten deutschen Unternehmen für besonders erfolgreiche strategische Leistung.
  • 50 Jahre im gleichen Unternehmen: Lehrling geht in den Ruhestand.

2. Haben Sie besondere Erkenntnisse in Studien oder Kundenprojekten gewonnen?

Bei Marktanalysen für Kundenprojekte können Sie besondere Erkenntnisse gewinnen, die sich in spannende Themen übersetzen lassen. Beispiel:

  • Unternehmer geben 20 Prozent mehr für Strategieberatung aus. Sie sind jedoch mit den Beratungsleistungen zunehmend unzufrieden. Das zeigt eine aktuelle Studie von xyz.

3. Was ist Ihnen bei einem Kunden besonders gelungen?

Sie hatten das Glück, ein spannendes Kundenprojekt zu begleiten und dürfen darüber reden? Nutzen Sie die Chance! Testimonials sind die beste Werbung, die Sie haben. Beispiel:

  • Von 0 auf 100 in 365 Tagen: Unternehmen xyz hat sich in nur einem Jahr zum führenden Anbieter von veganem Hundefutter entwickelt.

4. Engagieren Sie sich für einen besonderen Zweck?

Hier meine ich nicht „nur“ Spenden, sondern selbst Hand anlegen. Beispiele:

  • Unternehmer sponsert Sprachunterricht für Auszubildende in der Region.
  • Unternehmer organisiert für die Kinder seiner Mitarbeiter Hausaufgabenbetreuung

5. Können Sie etwas Besonderes über Ihre Mitarbeiter berichten, beispielsweise ein spannender Neuzugang oder eine besondere Leistung eines Mitarbeiters?

Hier helfen folgende Ansätze: Haben Sie einen neuen Mitarbeiter der von einem Mitbewerber zu Ihnen kam oder ein öffentlichkeitswirksames Amt innehatte? Oder hat jemand eine tolle sportliche Leistung vollbracht? Beispiele:

  • Paukenschlag in der Beraterbranche: Ehemaliger Bundeskanzler wird Berater bei xyz
  • Unternehmensberater gewinnt den Ironman.

Noch ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Themen einen roten Faden haben. Gerade wenn Ihr Unternehmen noch nicht bekannt ist, sind Sie gut beraten, sich zunächst auf ein Thema zu konzentrieren. Zu viele Botschaften verwirren, Ihre Zielgruppe merkt sie sich nicht. Beispiel: Wenn Sie in mehreren Branchen beraten, versuchen Sie, den gemeinsamen Nenner zu finden: Ist es das Thema Strategie? Oder Veränderungsmanagement? Oder Krisensituationen? Beginnen Sie mit dem Schwerpunkt, der Ihrer Zielgruppe am wichtigsten ist.

Blogparade Alexandra Götze ich liebe meinen Job Selbstständigkeit

Ich liebe die Selbstständigkeit, aber nicht um jeden Preis

Das ging mir durch den Kopf, als ich das Buch von Alexandra Götze gelesen habe. Beas Tagebuch hat mich veranlasst, meine berufliche Laufbahn Revue passieren zu lassen. Ich war auch schon an dem Punkt „Es muss was passieren“. Ich habe zwar kein Tagebuch geführt, mich aber ganz ehrlich gefragt, ob meine Situation damals das war, was ich wollte. Die Antwort war ein klares „Nein“. Also habe ich etwas unternSommen: meine zweite Selbstständigkeit gestartet.

Ich

Ich bin Texterin und PRlerin aus Leidenschaft. Vor knapp 20 Jahren habe ich diese Richtung eingeschlagen. Mit Learning by doing im täglichen Job und berufsbegleitenden Studiengängen habe ich mir praktisches und theoretisches Wissen angeeignet. Auch heute bilde ich mich noch laufend weiter. Denn ich bin neugierig und glaube an lebenslanges Lernen.

Meine Selbstständigkeit: Die Anfänge

Meine erste Selbstständigkeit bin ich ziemlich blauäugig angegangen. Ich habe einfach „ja“ gesagt, obwohl ich meine Partnerin kaum kannte. Ich wollte immer schon Unternehmerin sein und dachte damals, wenn nicht jetzt – wann dann? Eine PR-Agentur war für mich eine spannende Erfahrung. Den Bereich Unternehmenskommunikation kannte ich, die Agenturseite damals noch nicht. Eine perfekte Möglichkeit also, mein Know-how abzurunden. Es ging jedoch nicht lange gut. Zu unterschiedlich waren die Erwartungen, sicherlich auf beiden Seiten. Ich gehöre beispielsweise zu den Menschen, die nicht erst kurz vor einem vereinbarten Telefonat mit der Vorbereitung beginnen. Kurz vor knapp will ich meine Ruhe, um mich zu sammeln. Kundenpräsentationen möchte ich rechtzeitig fertig haben. Und zwar so, dass ich einmal darüber schlafen kann, sie vor dem Termin in aller Ruhe nochmal durchlesen und letzte Änderungen machen kann. Ohne Hektik.

Es sind auf den ersten Blick nur Kleinigkeiten, die den Arbeitsalltag aber zunehmend unbefriedigend machen. Wie Bea habe ich mich selbst hinterfragt: Was kann ich ändern? Was muss ich ändern? Bin ich bereit dazu? Liegt es nur an mir, dass die Partnerschaft nicht funktioniert? Nein, sicher nicht. Denn: Jede Medaille hat zwei Seiten. Für mich hieß das: die Konsequenzen ziehen. Was ich getan habe.

Der Neubeginn

Ich bin heute dankbar für die Erfahrungen, die ich in meiner ersten Selbstständigkeit gemacht habe. An ihnen bin ich gewachsen. Ich bin viel selbstsicherer und mutiger geworden. Und weiß heute genau, wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle.

Die Reißleine zu ziehen war nicht einfach. Ich habe viel aufgegeben: spannende Projekte, Kunden, Erfolg… Aber ich war es mir selbst schuldig. Und ja, ich hatte Existenzängste. War von Zweifeln geplagt, ob der neue Weg der richtige ist. Heute kann ich sagen: er ist es.

In den letzten Monaten habe ich viele interessante und liebenswerte Menschen kennengelernt. Die mich bestärken, motivieren, für mich Ansporn sind. Und für die ich umgekehrt auch Ansporn sein kann und darf. Aus meinen Erfahrungen und durch die neuen Menschen in meinem Leben habe ich sehr viel für mich mitgenommen.

Selbstständigkeit: Was habe ich gelernt?

  • Selbstsicher sein. Ich bin gut in dem, was ich tue. Weil ich es liebe. Meinen Kunden zuhören, sie strategisch beraten, für sie Themen und Geschichten entwickeln, schreiben und vermarkten – das ist meine Welt. Ich bekomme sehr positives Feedback, was mir unheimlich guttut. Und mich weiter anspornt.
  • Keine Kompromisse. Mit einer Kundin habe ich die Zusammenarbeit sehr schnell wieder beendet. Warum? Unsere Vorstellungen von professioneller und guter Pressearbeit stimmten nicht überein. Das Projekt hätte mich unglücklich gemacht. Und zudem Zeit beansprucht, die ich für andere spannende Themen gut brauchen konnte.
  • Ich kann sehr gut selbstständig. Das liegt mir, entspricht meinem Wesen. Ich habe keine Angst davor, Entscheidungen zu treffen. Und ich kann es auch aushalten, wenn die Auftragsbücher mal nicht total überlaufen.

Was mache ich jetzt anders?

  • Ich höre auf mein Bauchgefühl. Wenn sich eine Entscheidung oder ein Projekt nicht gut anfühlt, lasse ich die Finger davon. Ich habe gelernt, dass mich mein Bauchgefühl nicht trügt. Ich hatte nämlich vor der ersten Selbstständigkeit immer einen kleinen Mann im Hinterkopf, der gesagt hat, lass es lieber. Ich habe ihn ignoriert.
  • Ich pflege mein Netzwerk. Das habe ich in den letzten Jahren teilweise vernachlässigt. Ich bin dankbar, dass ich gute Kontakte habe, auf die ich mich verlassen kann, und denen ich auch umgekehrt Gutes tun kann. Aktuell baue ich mir gerade Kontakte zu weiteren Dienstleistern auf, mit denen ich langfristig zusammenarbeiten kann.
  • Ich vertraue, aber nicht bedingungslos. Früher hatte jeder automatisch einen Vertrauensbonus bei mir. Das ist jetzt anders. Ich gehe zwar nach wie vor optimistisch und offen auf Menschen zu, bin dabei aber vorsichtiger. So hatte ich mit einem potenziellen Kunden vereinbart, ihm Impulse für mögliche Pressethemen zu liefern, nachdem er mir im persönlichen Gespräch eine Zusammenarbeit in Aussicht gestellt hatte. Nachdem ich aber auf die ersten beiden Ideen nichts gehört habe, stellte ich den Kontakt wieder ein.

Fazit

Wie Alexandra Götze in ihrem Buch feststellt, liegt es zu einem guten Teil an jedem selbst, ob er sich in seinem Job wohlfühlt oder nicht. Die Verantwortung komplett auf andere abzuwälzen funktioniert nicht. Es ist richtig zu schauen, was man selbst verändern kann, um sich in seinem Job wieder wohlzufühlen. Wenn das nicht hilft, sollte man die Konsequenzen ziehen. Ich für mich kann heute sagen: Ich liebe meine Selbstständigkeit, aber nicht um jeden Preis.

Alle Termine dieser Blogparade

Text PR Storytelling

Fünf Tipps für guten Text

Vor allem kleine Unternehmen tun sich oft schwer mit Text und damit, gute und spannende Geschichten zu erzählen. Warum sollten sie das überhaupt tun? Damit sie ihre Kunden richtig ansprechen. Sie abholen. Ihnen aufzeigen, dass sie ihre Kunden verstehen, ein vertrauenswürdiger Partner und gerne für sie da sind. 5 Tipps, wie ein Text ein guter Text wird.

Geschichten bieten sich für Akquiseschreiben an. Wenn sich beispielsweise ein Handwerksbetrieb um eine Ausschreibung bewirbt. Der Ausschreibende möchte wissen, warum genau dieser Betrieb mit anbieten sollte. Geht es beispielsweise um eine neue Grünanlage, reicht es nicht nur zu sagen „Das kann ich“. Besser ist es, im Text ein Beispiel einer solchen Anlage zu schildern, die der Betrieb schon geplant und umgesetzt hat.

Wann ist ein Text gut?

Er ist dann gut, wenn er den Leser anspricht, ihn fesselt, das Kino in seinem Kopf startet. Dann wirkt er. Er baut Vertrauen auf, vermittelt Kompetenz und bringt den Leser dazu, sich näher mit dem Absender zu befassen. Im Idealfall holt dieser sich ein Angebot ein, ruft an oder greift beim Angebot sofort zu. Für Unternehmer, die den Hebel Text brauchen, um mit anderen in Kontakt zu kommen, ist ein guter Text sehr wichtig. Denn er ist der Türöffner. Daher muss er sitzen.

5 Tipps, damit Ihre Geschichten wirken

  • Kommen Sie sofort zum Punkt. Der Leser will sich in der Regel nicht lange mit Vorgeplänkel aufzuhalten. Ist der Einstieg gut und zeigt ihm unmittelbar die Lösung seines Problems, nimmt er sich die Zeit und liest weiter.
  • Fokussieren Sie sich. Versuchen Sie nicht, Ihr gesamtes Leistungsportfolio in einem einzigen Anschreiben unterzubringen. Das verwirrt. Ihr Leser weiß nicht, warum Sie ihm das alles erzählen. Wenn Ihr Kunde eine neue Haustür braucht, ist es ihm egal, ob Sie auch Fenster liefern. Fokussieren Sie sich auf das, was der Kunde möchte. Jedes weitere Produkt oder jede weitere Dienstleistung kann ein neuer Anlass für den Kundenkontakt sein.
  • Bleiben Sie verständlich. Vermeiden Sie möglichst Fremdwörter und Anglizismen. Sagen Sie „Folien“ statt „Slides“ oder „Kundenbindung“ statt „Customer Retention“. Sie werden sehen, Ihr Text liest sich leichter und wirkt gleich viel sympathischer
  • Bleiben Sie authentisch. Ihr Text muss stimmig sein, sich für Sie gut anfühlen. Bleiben Sie sich in Sprache und Wortwahl treu. Wenn Sie als Handwerksbetrieb Ihre Kunden zu Weißwürsten einladen, reicht es, wenn Sie das genau so kommunizieren. Sie brauchen nicht von „Brühwürsten aus fein gekuttertem Kalbfleisch“ (Wikipedia) zu sprechen.
  • Der Inhalt bestimmt die Länge von Text bzw. Geschichte. Lösen Sie sich von Mindestvorgaben. Die Textlänge kann Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen, im Sinne von „langer Text ist viel lesenswerter Inhalt“. Kann. Oftmals fehlt im Text dann der Fokus. Es gibt keine ideale Länge. Für Blogs bringt Sven Lennartz das Thema Textlänge wunderbar auf den Punkt.

Woher weiß ich, ob der Text gut ist?

Fragen Sie nach. Bei Kollegen, in Ihrem Netzwerk. Oder bei guten Kunden. Der Blick von außen hilft und gibt oft noch wertvolle Tipps, wie Sie noch „eine Schippe drauflegen können“, wie es so schön heißt. Wenn Sie mit texten gar nichts am Hut haben, lagern Sie diese Aufgabe aus. Mit einem guten Briefing können Sie ganz einfach externe Partner mit ins Boot holen.

Hund Bella Training American Collie

Bella pubertiert – schon wieder

Wollten Sie auch schon mal Ihren spätpubertären Hund verschenken? Ich wollte. Schon einige Male habe ich morgendlichen Spaziergängern im Englischen Garten Bella angeboten. Wenn sie mir mal wieder meine eigenen Grenzen aufgezeigt hatte. In letzter Zeit kam das wieder öfter vor. Dagegen hilft nur konsequentes Training.

Letztes Wochenende hatten wir den Rückrufworkshop Teil II bei der Hundeschule Happyhand in Velden. Eine super Schule übrigens, tolle Trainer, und die Kurse sind super. Die Workshops auch. Wir wollten feststellen, wie der Hund draußen hört, und ob es mit dem Rückruf schon gut funktioniert. Begonnen haben wir mit verschiedenen Übungen auf dem Hundeplatz. Hier war noch alles gut. Auch das Vorbeigehen ohne Leine an anderen Hunden draußen hat funktioniert. Dann kam der Spaziergang.

Bella: „Ich muss dann mal weg“

Das kleine Bad im Weiher wurde von Bella gerade noch akzeptiert. Sie ging dann sogar freiwillig ins Wasser. Was gut tat, denn es war ziemlich warm draußen. Bella hat dann wohl beschlossen, es sei genug mit Gehorsam. Sie machte dann später nämlich, was sie wollte. „Rückruf? Finde ich doof.“ „Pfeife? Das Geräusch kenn ich schon, lass Dir mal was Neues einfallen.“ „Wie, ich soll warten und nicht um die Ecke gucken. Ich muss doch wissen, was da ist, also laufe ich jetzt da hin.“

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass wir ein Einzeltraining mit Bella machen. Alles, was schon gut geklappt hatte, schien unserer Collie-Dame wieder entfallen zu sein. Da nicht nur der Hund, sondern auch wir Spaß am Gassi gehen haben wollen, war Erziehung angesagt. Also haben wir gleich mit Monika, Trainerin bei happyhand, gesprochen. Sie kennt Bella, hat selbst zwei Collies und ist daher mit allen Marotten und Zickenallüren unserer Hündin vertraut.

Bella: Schluss mit Lustig

Heute war es soweit. Treffpunkt 9.15 mit Monika im Englischen Garten. Typisch Bella, hat sie natürlich den Braten gerochen und sich dermaßen mustergültig benommen, dass ich dachte, ich hätte heute den falschen Hund dabei. Gott sei Dank zeigte es sich nach der ersten „Abcheckphase“, dass Bella immer noch Bella ist.

Das zeigt sich wie folgt:

  • Ein freundliches „Sitz“ wird nur dann registriert, wenn Bella es möchte. Ein energisches „Hintern runter!“ zieht schon eher.
  • Juhuu, ein Hund! Nein, ich frage mein Frauchen nicht, ob ich hier hinterherrenne, ich mache es einfach. Soll sie doch schauen, ob sie hinterherkommt! Was hat sie gesagt – „Benimm Dich“? Na gut, weil heute Freitag ist …
  • „Wie – Platz…. Hier? In der nassen Wiese? Wie ist die denn heute unterwegs? Ich schau mal weg, vielleicht habe ich mich verhört. Mist, anscheinend doch nicht. Jetzt stellt sie sich auch noch vor mich hin und macht das Handzeichen. Dann mache ich halt doch „Platz“, vielleicht gibt’s ein Leckerli“ …

Answer first: Alle Themen sind lösbar, es sind nur Kleinigkeiten, die wir mit Konsequenz und etwas mehr Strenge in den Griff bekommen. Bella beherrscht es perfekt, die Diva zu spielen, sich „verhuscht“ zu zeigen und uns vorzuspielen, sie sei ja ach so sensibel. Pustekuchen. Es war wirklich hilfreich, dass Monika den täglichen Spaziergang mit uns erlebt hat. So konnte sie uns zeigen, wie wir Bella ganz einfach dazu bringen, erst zu fragen, bevor sie auf Hunde zugeht und auf Kommandos unmittelbar und nicht mit Zeitverzögerung zu reagieren.
Monika war ganz zufrieden sowohl mit Bella als auch mit uns. Und wir waren es auch.

Hundeschule: Was wir heute gelernt haben

  • Ruhig energischer sein, Bella verträgt das. Entschlossenheit zeigen in Stimme und Haltung. Letztendlich ist der Hund dankbar dafür.
  • Bellas Radius nicht zu groß werden lassen. Sonst hört und sieht sie nichts mehr, sondern hat nur noch ihre eigenen Ideen im Kopf.
  • Stärker auf ihre Körpersprache achten. Wenn sie anfängt, sich „aufzuplustern“ (Kopf nach oben, Ohren aufstellen) – aufgemerkt! Dann ist sie kurz davor, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Hier einen Tick eher reagieren.
  • Sich selbst nicht aus der Ruhe bringen lassen. Aufmerksam sein, Bella sagen, was sie tun soll.

Wie geht es weiter?

Den nächsten Spaziergang machen wir mit Monika bei uns zuhause. Warum? Hier ist Bella meist sehr angespannt, vor allem wenn wir aus dem Haus gehen. Das ist ihr Revier, es gibt viele Katzen, viele Hunde und daher für unsere Fellnase viele (vermeintliche) Gründe, einfach mal die Sau rauszulassen. Auch das muss wieder anders werden. Und es wird, da bin ich sehr optimistisch.

Also, liebe Spaziergänger im Englischen Garten: Mein Angebot, meinen Collie zu verschenken, ist nicht ernst gemeint

 

Netzwerk Kontakte Mehrwert

Erfolgreiches Netzwerken ist Arbeit

Nur Visitenkarten sammeln alleine ist noch kein Netzwerken. Sie als Basis für die nächste, meist noch ungefragte, Massenmail zu nutzen, ist Spam. Ein gutes und tragfähiges Netzwerk entsteht dann, wenn ich vorbereitet auf Veranstaltungen gehe, Kontakte knüpfe und sie dann gezielt und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl nachbearbeite.

Netzwerken ist mehr als Visitenkarten sammeln.

In meinem Blog Beitrag für BNI habe ich jeweils sechs Tipps für die gute Vor- und Nachbereitung von Kontakten für Sie zusammengestellt.

 

Geschichten Storytelling

Mit guten Geschichten den Umsatz steigern

Gute Geschichten steigern den Umsatz. Wenn sie Lösungen bieten, begeistern, spannend und verständlich sind und sich an der Zielgruppe ausrichten. Logisch. Nichts Neues, jedoch immer wieder mit neuem Namen gehyped. Aktuell lautet der Storytelling. Da das Thema so eminent wichtig ist, teile ich gerne meine Gedanken dazu mit Ihnen.

Warum gute Geschichten wichtig sind

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie suchen einen Steuerberater, der Ihre gesamte Buchhaltung für Sie regelt. Also gehen Sie zu einem Steuerberatertreffen.
Der erste stellt sich vor: „Ich mache alles, was mit Steuern zu tun hat.“
Der zweite: „Ich mache alles, was mit Steuern zu tun hat, und kenne jemandem beim Finanzamt.“
Der dritte: „Neulich war ein Kunde bei mir, der seine Steuererklärung schon fertig hatte. Sein Steuerberater ist gerade in Urlaub und hat die Erklärung einen Mitarbeiter machen lassen, nach der gleichen Vorlage wie immer. Sicherheitshalber wollte er noch einen zweiten die Steuererklärung prüfen lassen und kam daher zu mir. Und siehe da: Ich habe ihm erklärt, wie er die Wohnung seiner Freundin als Firmensitz steuerlich geltend machen kann, was ihm einen Haufen Geld spart (und Ärger mit seiner Frau).“
Zu wem würden Sie gehen? Klar, zum dritten. Warum? Weil er eine gute Geschichte erzählt hat, in der Sie sich wiederfinden. Weil er Sie begeistert hat.

Die Moral von diesem Kapitel: Gute Geschichten sind der Fuß in der Tür zu mehr Geschäft.

Was eine gute Geschichte ausmacht

  • Eine gute Geschichte ist spannend.
  • Sie holt den Zuhörer da ab, wo er Hilfe braucht.
    In unserem Beispiel beim Thema Steuern und wie er die Zweitwohnung vor seiner Frau verstecken kann.
  • Sie ist verständlich erzählt.
    Nicht: „Sie können die Churnrate durch optimierte Lead Generation am Point of Sales und eine verbesserte Customer Journey verringern.“
    Sondern: „Machen Sie für Ihre Kunden das Einkaufen zum Erlebnis, sowohl im Laden als auch im Internet. Dann werden sie nicht mehr abwandern.“

Die Moral von diesem Kapitel: Der Wurm (sprich die Geschichte) muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Wie gute Geschichten entstehen

Wichtig ist Klarheit. Um diese zu gewinnen, hilft die Beantwortung der folgenden fünf Fragen:

  • Was wollen Sie mit Ihrer Geschichte erreichen? Beispielsweise: Bekanntheit, Marke stärken, ein bestimmtes Produkt verkaufen, eine Messe bewerben
  • Wen wollen Sie erreichen? Ihre potenziellen Kunden, Redakteure, Kooperationspartner
  • Wer ist der, den Sie erreichen wollen? Wie sieht er aus? Wo bewegt er sich? Wie kauft er ein? Wie liest er? Was arbeitet er? Welche Bildung hat er? Das ist wichtig zu wissen, um zu entscheiden, welche Kanäle Sie nutzen: Welche Fachzeitschrift, welchen Social Media-Kanal, welche sonstigen Medien
  • Welches Problem hat Ihre Zielgruppe?
    Ihr Kunde möchte seine Kunden länger binden. Der Redakteur braucht eine exklusive Geschichte. Aus dieser Antwort ergibt sich der Aufhänger Ihrer Geschichte. Der muss sitzen, weil sonst der Zuhörer ganz schnell wieder aussteigt.
  • Warum soll der Kunde ausgerechnet zu Ihnen kommen?
    Um beim Beispiel mit der Software zu bleiben: Weil sie sich einfach in bestehende Systeme integrieren lässt. Weil Sie umfassenden Service bieten. Weil Sie für den Redakteur kompetent sind, schnell zu erreichen und schnell Antwort liefern. Etc.

Ein Thema – verschiedene Geschichten

Es kann sein, dass Sie unterschiedliche Aufhänger für ein und dieselbe Geschichte benötigen.

Beispiel: Ein Kunde von mir hat eine Software hergestellt, die Unternehmen dabei hilft, zentral zu erfassen, welches Wissen im Unternehmen vorhanden ist, welches fehlt. Mitarbeiter konnten ihre Daten selbst pflegen.
Für die Personalfachzeitschrift ist spannend, welchen Einfluss diese Software auf die Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten der einzelnen Mitarbeiter hat
Für die IT-Zeitschrift ist spannend, wie das System technisch funktioniert.
Und für die „Wirtschaftswoche“, wie das System zur Kostensenkung beiträgt

Mit diesen Informationen haben Sie alles, was Sie für eine gute Geschichte brauchen.

Die Moral von diesem Kapitel: Gute Geschichten lassen keine Fragen der Zielgruppe offen.

Einen hervorragenden Artikel zu diesem Thema hat Jochen Mai auf seinem Blog karrierebibel.de veröffentlicht.

Geschichten erzählen mag erstmal nach Märchenstunde klingen. Ist es in gewisser Weise ja auch – wobei die Märchen wahr sind, sein müssen. Es gilt das Kino im Kopf zu starten. Das ist schon die halbe Miete zu neuen Kontakten und zu Empfehlungen. Den Rest haben Sie in der Hand. Überzeugen Sie!

Welche Erfahrungen haben Sie mit Storytelling gemacht? Welche Geschichten funktionieren, welche nicht?