Text und PR Text PR Vision Nikui Ehrlichkeit Mut USP

Hat Text und PR Zukunft?

Dieser Gedanke zu Text und PR schießt mir durch den Kopf, als ich im Flieger sitze. Ich habe mich vor zwei Wochen spontan zum Strategieseminar bei Ansgar M. Oschwald Unternehmensentwicklung angemeldet. Seit ich mein Business gestartet habe, habe ich mir nie die Zeit genommen, in Ruhe zu überlegen, was ich eigentlich will. Dass es irgendwas mit Texten und PR ist, war mir schon klar, aber wie soll das Business aussehen? Ich habe einfach angefangen, quasi aus dem Bauch heraus. Jetzt ist es an der Zeit zu reflektieren: Passt der Weg? Wo geht die Reise hin? Für welche Kunden arbeite ich gerne, für welche nicht?

Mich treibt zudem schon lange der Gedanke „Mastermindgruppe“ um. Ich suche Menschen, mit denen ich meine Strategie diskutieren kann. Prüfen, ob Ideen Sinn machen. Ich möchte Input von Menschen, die mit meinem Business nichts zu tun haben. Suche den unverstellten Blick von außen, weil ich selbst betriebsblind bin. Ich habe schon einige tolle Menschen gefunden, die mich ein Stück meines Weges begleitet haben, und die auch ich begleiten durfte. Nur hat mir bisher noch immer der strategische und auch zahlengetriebene Unterbau gefehlt. Die paar Tage in der Nähe von Rom, mit unbekannten Menschen schienen mir eine perfekte Gelegenheit zu sein, mir Zeit für mich und mein Business zu gönnen und mich dem Thema „Z-D-F“ (Zahlen, Daten, Fakten) für die nächsten Jahres zu stellen. Und – was soll ich sagen – es hat sich gelohnt.

Meine Vision: Mutige und ehrliche Kommunikation, die sich auszahlt

Eines weiß ich ganz genau ich will nicht die 102tausendste PRlerin und Texterin werden der die Welt mit Ratschlägen versorgt, die sie nicht haben will. Unternehmensberater und Managementcoaches indes können Hilfe brauchen, habe ich den Eindruck. Zu viele erzählen das Gleiche und machen es ihrer Zielgruppe schwer, sich für sie zu entscheiden. Ihnen möchte ich mit meiner Erfahrung unter die Arme greifen, weil ich mich in dieser Welt auskenne wie nur wenige in meiner Branche. Ich habe selber jahrelang in Unternehmensberatungen gearbeitet, mag die Branche und weiß wie sie tickt.

Ich möchte meiner Zielgruppe helfen, mutig und ehrlich zu kommunizieren. Haltung zu zeigen und dafür einzustehen. Das wird sie einzigartig machen. Denn viele haben den kostbaren Schatz der Besonderheit – er ist nur irgendwo unter viel Branchen-Bla-Bla vergraben.

Ich möchte für Kunden arbeiten, die mich und meine Leistungen wertschätzen. Mit denen ich nicht über jede Rechnung diskutieren muss oder die auf rein erfolgsabhängiger Vergütung bestehen Jeder, der mit Text und PR zu tun hat, weiß, dass Erfolg nicht alleine in seiner Hand liegt, sondern der Kunde selbst einen guten Teil dazu beiträgt. Warum soll ich also das Risiko alleine übernehmen? Ich bin sehr dankbar, schon Lieblingskunden, die meine Werte teilen und mich schätzen. Und die ich umgekehrt respektiere und für die ich sehr gerne arbeite. Davon hätte ich gerne noch mehr.

Flagge zeigen mit Text und PR

Ich denke schon eine Weile darüber nach, auch Vorträge zu halten und Workshops anzubieten. Selbst die Bühne zu suchen. Über meine Erfahrungen zu sprechen, die ich aus meiner ersten gescheiterten Existenz gelernt habe. Über den Mut, sich selbstständig zu machen, um andere zu ermutigen, ihrer inneren Stimme zu folgen, auch wenn der Weg nicht mit Rosen gepflastert ist. Für mich würde das bedeuten, raus aus meiner Komfortzone, ganz klar. Aber es ist machbar, das haben mir die Tage gezeigt. Es hat immens gutgetan, diese Gedanken zu strukturieren, aufzuschreiben und mit konkreten Planungen zu hinterlegen. Ja, auch mit Zahlen. Die sind gar nicht so schlimm, habe ich festgestellt, ganz im Gegenteil. Ich kann ihnen immer mehr abgewinnen, weil auch darin spannende Geschichten verborgen sind. Was ich zudem festgestellt habe und was mich sehr glücklich macht: Die meisten dieser Ideen trage ich schon eine Weile mit mir herum. Sie sind jetzt zu konkreten Zielen geworden. Ein großes Dankeschön an meine Gruppe!

Fazit: Text und Rat hat Zukunft

Die Tage waren eine Bereicherung für mich. Ich habe tolle Menschen aus den verschiedensten Branchen kennengelernt, die wie ich spannende Visionen und Ziele haben. Die es geschafft haben, sie in ganz konkrete Maßnahmen zu packen. Wir werden uns alle sechs Wochen etwa treffen und schauen, wo wir mit unserer jeweiligen Planung stehen. Und uns natürlich unterstützen, wo es geht und notwendig ist. Ansgar haben wir an unserer Seite, das ist gut so. Mit seinem klaren Blick und seiner Fähigkeit, sich in die verschiedensten Träume und Visionen hineinzudenken, hat er einen sehr großen Teil dazu beigetragen, dass wir mit großer Klarheit die Heimreise angetreten haben. Ich empfehle es jedem, sich eine Auszeit für sich und sein eigenes Business zu können. Selbst wenn die Erkenntnis ist, dass alles gut so ist wie es war.

Neuanfang nach Scheitern

Was ich aus meiner gescheiterten Gründung gelernt habe

 impulse.de: Neuanfang nach Scheitern

Mit ihrer ersten Gründung ist impulse-Bloggerin Manuela Nikui krachend gescheitert. Sie hat sich nicht entmutigen lassen und vor zwei Jahren neu eine PR-Agentur gegründet. Was sie aus dem Scheitern gelernt hat.

Nikui Text und Rat Text PR Frauenquote Mut

Weg mit der Frauenquote

Meine Meinung zur Frauenquote auf Brigitte.de

Weg mit der Frauenquote, her mit gerechter Bezahlung!

Von der Frauenquote halte ich gar nichts. In meinen Augen ist gerechte Bezahlung ein richtiger Ansatz, die Leistung von Frauen gleichberechtigt anzuerkennen.

 

Huch, das bin ja ich! Erkenntnisse aus meinem Gruppendynamik Seminar

Es ist nun schon knapp eine Woche her, dass ich am Gruppendynamik Seminar vom Team Dr. Rosenkranz teilgenommen habe. Mir fällt es immer noch schwer, voll in das Tagesgeschäft einzutauchen. Zu stark sind noch die Eindrücke dieser Tage. Das Seminar war das Beste, was ich bisher erlebt habe. Es war das erste, bei dem ich selbst mit meiner ganzen Persönlichkeit gefordert war. Ich habe verstanden, was Lernen durch Tun heißt. Nicht nur zuhören und aufsaugen, sondern mit jeder Faser einzutauchen und sich einzulassen

Sonntag – Ankommen zur Gruppendynamik

Ich bin aufgeregt, was mich wohl erwartet. Mein Navi spinnt und schickt mich 20 Minuten über die Dörfer, bevor ich endlich das Hotel finde. Glücklicherweise bin ich rechtzeitig genug losgefahren. Beim Abendessen trifft die Gruppe zum ersten Mal zusammen. Mein erster Eindruck: Mit diesen Menschen können die nächsten Tage Gruppendynamik Spaß machen. Ich freue mich. Ein Platz bleibt leer. Wir beratschlagen, ob das der Trainer-Platz ist. Ist es nicht, wie wir später erfahren. Einer der Teilnehmer stand ewig im Stau. Nach dem Essen gehen wir in den Seminarraum. Und dann geht es los. Der Beginn ist befremdlich. Keiner stellt sich vor, keiner spricht. Dann laden uns Hans und Lena zu einer Meditation ein. In knapp 50 Minuten ziehen viele Bilder an mir vorbei. Aus der Kindheit und Jugend, aus meiner ersten Selbstständigkeit, aus Familie und Partnerschaft. Schöne und weniger schöne. Die Reise tut gut. Danach – Schweigen. Bis zum Ende des ersten Tages. Mir ist immer noch unbehaglich zumute, ich fühle mich verunsichert. Wir verabreden uns zum Frühsport, der nun ein Teil des Tagesprogramms sein wird.

Montag – Anschweigen

Wir treffen uns alle im Schwimmbad. Das ist ein schöner, entspannter Start in den Morgen. Beim Frühstück rätseln wir, wie es weitergeht. Wir sind unter uns, ohne die beiden Trainer, was sich für den Rest des Seminars auch nicht ändern wird.

Der Start in den zweiten Gruppendynamik Tag ist alles andere als dynamisch. Wir schweigen uns an. Das fühlt sich für mich zunehmend unangenehm an. Wir versuchen krampfhaft, etwas Schwung in den Vormittag zu bringen. Unsere zaghaften Versuche werden gnadenlos abgeschmettert oder gar nicht beachtet. Beide Trainer, Hans und Lena, präsentieren Pokerfaces, zeigen ansonsten keine Regung. Komisch ist das. Dann endlich eine Idee aus der Gruppe: Wir bauen eine Pyramide. Aktion, Dynamik! Wir verteilen die Rollen: Anleiter, Mitmacher, Störer (der bin ich). Endlich rührt sich was! Ich bin erfolgreich und verhindere, dass die Pyramide gebaut wird. Doch die erste Euphorie wird gleich wieder gedämpft mit der Frage: „Was hat es Euch gebracht?“ Den Beitrag aus dem Trainerteam hatten wir uns anders vorgestellt. Was muss denn noch passieren, dass Leben in die Gruppe kommt? Ein wenig Unterstützung vom Trainerteam wäre schon angebracht.

Die Krönung des Tages war dann die Abendaufgabe: Innerhalb einer Stunde einen Maskentanz einstudieren: Welche Maske hat jeder auf? Welche Maske möchte er/sie ablegen? Ich war völlig perplex. Das erste, was mir einfällt, ist Rumpelstilzchen. Passt aber dann noch nicht ganz, denn ich möchte ja niemandem schaden, nur weil er mich nicht erkennt. Der zweite Gedanke: Aschenputtel. Hier ist aber die Musik eine absolute Katastrophe. Wobei ich schließlich doch noch etwas finde. Ich denke mir: Augen zu und durch. Genau so habe ich das auch dann gemacht und so habe ich mich auch gefühlt. Ich bin heilfroh, als ich meinen Tanz geschafft habe. An diesem Abend bilde ich mir ein, die Masken aller bröckeln zu sehen. Nicht viel, aber ein wenig. Ich bin gespannt, ob sich mein Eindruck am nächsten Morgen bestätigen wird.

Dienstag – Auftauen

Am Dienstag bestimmt Lena, die Co-Trainerin, das morgendliche Sportprogramm. Schüttelmeditation, um Spannungen abfallen zu lassen. Danach sollten wir schreien. Alles herausschreien, was uns stört. Das Ergebnis: Kein Mucks. Die einzige, die sich mächtig ins Zeug legt, ist Lena. Bewundernswert. Keiner von uns traut sich zu folgen. Ich bin überzeugt, dass jeder nur darauf wartet, dass ein anderer zu schreien anfängt. Einige Male bin ich kurz davor, wage den letzten Schritt aber doch nicht. Ich bremse mich selbst. Diese Meditation beeindruckt mich sehr, nicht nur aufgrund des Muskelkaters in den Waden, der sich noch ganz schön lange gehalten hat. Schütteln tut gut, schreien auch, wie ich noch im Verlauf des Tages feststellen darf.

Als wir uns nach dem Frühstück wieder im Gruppenraum treffen, habe ich den Eindruck, die Atmosphäre sei lockerer geworden. Auch die beiden Trainer wirken nicht mehr so distanziert wie noch zu Beginn des Gruppendynamik Seminars. Beide lassen ihre Maske der Unnahbarkeit langsam sinken.

Wir erfahren heute, was wertschätzendes und nicht verletzendes Feedback ist. Und dass es nicht schlimm ist, auch negatives Feedback zu geben und zu bekommen. Mir tut diese Übung sehr gut. Habe ich doch bisher Kritik sehr persönlich genommen. Ich bin auch heute davor nicht gefeit, habe jedoch einen Weg kennengelernt, damit umzugehen – indem ich Feedback gebe und dabei Herrn oder Frau „man“ zuhause lasse. Später kommt noch einmal eine Schrei-Übung. Lena hilft mir dabei, alles rauszubrüllen, was raus will. Anfangs bin ich noch sehr gehemmt. Mit der Zeit geht es besser und besser. Ihr symbolisches Geschenk an mich ist dann auch ein Bauchlöwe, der mir helfen soll, auch künftig zu brüllen, wenn mir danach ist.

Tut das gut, dass die Gruppe auftaut! Wir verstehen, dass wir alleine der Schlüssel sind, ob wir eine echte Gruppe oder besser noch ein echtes Team werden. Die heutige Abendaufgabe trägt sicherlich einen Teil dazu bei: Irgendwie darstellen, wie wir die Gruppe bisher erleben – als Pantomime, Theaterstück, etc. Wir teilen uns in zwei Gruppen auf. Mein Team und ich entscheiden uns für die Pantomime. Mit Feuereifer gehen wir ans Werk. Rasch haben wir uns zusammengefunden und ein schönes Schauspiel erarbeitet. Wir alle haben die ersten Tage sehr ähnlich erlebt. Von Ärger über Unsicherheit und Zweifel ist alles dabei. Was heute klar wird: Hans und Lena sind ein unschlagbares Team. Sie wissen genau, was sie tun und wie sie uns dazu bringen, die Masken fallen zu lassen. Und  noch etwas ist passiert heute: Unser Stuhlkreis ist enger geworden, wir sind im wahrsten Sinne des Wortes näher zusammengerückt.

Mittwoch – Aktion

Nach unserem Frühsport – Morgengymnastik, Schwimmen und heiße Quelle – ist Showtime! Wir führen unsere Pantomime als erste auf. Unser Publikum versteht genau, was wir sagen wollen. Mir tut es gut, das bisher Erlebte in dieser Form zu verarbeiten. Das Theaterstück der Anderen genieße ich ebenso. Herrlich, langsam aber sicher passiert etwas. Wir alle werden lockerer und mutiger. Auch Teilnehmer, die anfangs so gar keine Gefühle zeigen wollten, werden offener. Ich bin verblüfft, verwirrt, überrascht und sehr angetan, wie wir uns entwickeln. Die Herausforderung heute ist die Gruppenarbeit. Sie wird zeigen, ob wir noch lauter Einzelkämpfer, eine Gruppe oder sogar schon ein Team geworden sind. Das Thema: „Überleben in der Wüste“. Die Herausforderung: Einstimmige Entscheidungen, keine Kompromisse, jeder soll die Gruppenentscheidung zu seiner Entscheidung machen.

Auch aus dieser Übung habe ich sehr viel gelernt. Nachdem wir anfangs alle gleichzeitig drauflosreden wollten, haben wir versucht uns zu strukturieren, indem nur der sprechen durfte, der die Schaumstoffrolle in der Hand hatte. Das hat insoweit geholfen, dass wir wirklich sehr gesittet diskutiert haben. Nachteil: wir haben uns dadurch auch die Kreativität genommen. Irgendwann bin ich nur noch genervt, weil ich das Gefühl habe, wir diskutieren mit angezogener Handbremse. Das geht nicht nur mir so. Ich ernte viel Zustimmung, als ich meinen Gedanken äußere. Jetzt fängt es auch an, emotional zu werden. Wir schaffen es dennoch alle, in verhältnismäßig kurzer Zeit zu einer Lösung zu kommen, die alle mittragen. Kurz vor Mitternacht haben wir die Übung fertig. Wie wir am nächsten Tag erfahren, haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Ich bin stolz auf uns. Ich kann lange nicht einschlafen, die Gedanken kreisen noch pausenlos. Es ist ein angenehmes Kreisen.

Donnerstag – Emotionen

Heute haben wir weitere Gäste – Emotionen. Eine Teilnehmerin lässt sie ungehindert heraus. Ich fühle mich hilflos, weil ich nicht weiß, ob ich mich ihr nähern soll oder nicht. Da sie schon tags zuvor Hilfe abgelehnt hat, lasse ich es bleiben. Hans schafft es, sie wieder einzufangen. Er lässt ihr den Raum, den sie braucht. Wir anderen ebenso. Sie ist die Jüngste von uns und hat die meiste Traute, ihre Gefühle ungehemmt zu zeigen. Meinen allerhöchsten Respekt hat sie. Auch bei einem anderen Teilnehmer fließen die Tränen. Wir geben uns gegenseitig Feedback und bekommen als Geschenk gleich noch Übungen, um Dinge zu ändern, die wir ändern wollen. Für jeden passgenau und nur dann, wenn wir das wollen. Das war eine sehr bewegende Runde.

In der Pause ist Üben angesagt: Mit einem Partner spazieren gehen und Gefühle äußern. Aktives Zuhören ist ebenso gefragt: den Ball aufgreifen, Gefühle bestätigen, nachfragen. Mich macht sehr nachdenklich, wie sehr ich von in der Kindheit gelernten Verhaltensweisen geprägt bin. Was ich in diesen Tagen lerne: ich bin, wie ich bin, und ich bin OK, wie ich bin. Und Verhalten kann ich ändern, wenn ich will. Am Nachmittag geben wir uns gegenseitig Führungs-, Vertrauens- und Störkarten. Ich bekomme keine einzige Störkarte, 3 Führungs- und 2 Vertrauenskarten. Auch hier zeigt sich: mein Selbstbild passt nicht mit der Wahrnehmung der Gruppe überein. Ich hätte mir mehr Stör- und Vertrauens-, aber weniger Führungskarten gegeben. Ich freue mich sehr über das Bild, das ich von mir gespiegelt bekomme. Allein schon dafür hat sich Gruppendynamik für mich gelohnt.

Ich darf mich in Provokation üben. Auch diese natürlich wertschätzend und mit einer anständigen Prise Humor gewürzt. Anfangs fällt mir das schwer. Ich möchte niemanden verletzen und habe auch keinen Grund zu provozieren. Schlussendlich bereitet mir diese Übung großes Vergnügen. Die Provokation kommt an, die Empfänger sind nicht verletzt, sondern verstehen, wie ich es gemeint habe.

Wir beschließen das Tagesprogramm mit einer Meditation, die Lena und Hans anleiten. Es geht los mit Bewegung, dann legen wir uns hin und hören Geschichten und Gedanken. Hans lullt mit seiner Stimme so richtig ein. Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. In die Märchenecke mit meinem Opa, zufrieden und geborgen. Ich lasse das Seminar Revue passieren. Und fühle mich gut.

Freitag – Abschied

Sport fällt heute aus, weil ich mit einigen anderen bis in die frühen Morgenstunden geratscht und gelacht habe. Das war herrlich! Wir sind ein richtig gutes Team geworden.

Zwei Teilnehmer haben die Gelegenheit, konkrete Situationen aus ihrem Alltag mit uns zu üben. Bei beiden sind es Gespräche, die sie führen möchten mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen und Beziehungen zu verbessern. Wir bereiten diese Situationen in zwei Gruppen vor und besprechen sie dann im Plenum. Eine hervorragende Übung! Was ich daraus gelernt habe: Genau solche heiklen Gespräche sind es wert, detailliert vorbereitet zu werden. Sich zu überlegen, was denn die eigentliche Ursache für die Situation ist, die gelöst werden möchte. Und sich ruhig auch Feedback geben zu lassen, ob das Ziel erreicht wird. Einige von uns geben sich gegenseitig noch symbolische Geschenke. Lenas Gedanken finde ich sehr schön. Ich werde ihn immer wieder umsetzen, das weiß ich. Eine Teilnehmerin schenkt mir ein Stück Spiegel, damit ich meine innere Schönheit sehe. Ist das nicht phantastisch? Ich bin ganz gerührt.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es zurück nach Hause. Mit einer kleinen Prise Wehmut, weil wir doch zusammengewachsen sind. Letztendlich überwiegt die Freude, wieder nach Hause zu kommen.

Fazit:

Ich empfehle jedem, wirklich jedem, das Gruppendynamik Seminar zu besuchen. Die Inhalte nützen nicht nur im Beruf, sondern auch im privaten Umfeld, egal ob Familie, Partnerschaft oder Freundeskreis. Ich habe sehr viel über mich erfahren und konnte viele Ängste und Blockaden über den Haufen werfen. Die restlichen werden sich auch noch in Wohlgefallen auflösen, da bin ich mir sicher. Ich bin OK, wie ich bin. Mein Umfeld ist auch OK. Noch ein Tipp: Befolgt den Rat des Teams Dr. Rosenkranz und setzt Euch nicht selbst hinters Steuer – oder erst einen Tag später. Die fünf Tage wirken nach!

Nikui Text und Rat PR Ismaning Thema Storytelling Geschichten

Wie Sie 1 Thema zu 9 Geschichten machen

„Du, ich habe leider kein neues PR Thema für diesen Monat. Kannst Du nicht aus dem letzten noch was rausholen?“ Diese Frage hat mir schon mancher Kunde gestellt. Meistens konnte ich sie guten Gewissens mit „ja“ beantworten. Vor allem dann, wenn genügend Futter zur Verfügung steht.

Egal ob Blogs, Social Media oder klassische PR: Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg. Nur wer regelmäßig kommuniziert, schafft es, langfristig gute Beziehungen zu seinen Zielgruppen aufzubauen. Das ist nichts Neues. Auch nicht die Tatsache, dass Redaktionspläne dabei helfen, regelmäßig Inhalte zu veröffentlich. Bei allem Wissen und allen guten Vorsätzen kann es dennoch passieren, dass die Themen-Pipeline einmal leer ist. Dann zu pausieren und auf die nächsten Einfälle zu warten ist definitiv die falsche Alternative. Denn jede Medaille hat zwei Seiten – mindestens. Also, was tun in dieser Situation? Halten Sie drei Brillen parat: die Redaktions-Brille, die Inhalts-Brille und die Leser-Brille, und setzen Sie diese nacheinander auf. Sie werden feststellen: kein PR Thema? Gibt es nicht! Ich verdeutliche das gerne an einem Beispiel.

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie arbeiten in einem Unternehmen, das IT-Software speziell für die Verwaltung von Personaldaten herstellt. Gerade haben Sie ein neues Produkt entwickelt, womit jeder Mitarbeiter seine eigenen Stammdaten pflegen kann. Sie haben dieses Produkt auf der letzten Personalmesse vorgestellt und eine Pressemeldung zur Messe veröffentlicht. Nun möchte Ihr Kunde diese neue Software noch weiteren Medien präsentieren, die noch nicht darüber berichtet haben.

PR mit Redaktions-Brille

Anhand der Mediadaten stellen Sie fest, dass einige Redaktionen in nächster Zeit Themenschwerpunkte haben, in die Ihre Software gut passen würde. Es gilt nun, den richtigen Hebel zu finden.

  • Fachredaktionen: Hier könnten folgende Punkte relevant sein: Wie funktioniert die Software? Lässt sie sich einfach mit bestehenden IT-Lösungen in Unternehmen kombinieren? Wer kann Unterstützung leisten?
  • Managementredaktionen: Hier fallen Aspekte wie Kostenersparnis und Auswirkungen auf organisatorische Abläufe im Unternehmen hinein. Beispiel: Mitarbeiterdaten lassen sich auch über dezentrale Standorte in einer Datenbank managen.
  • Personalredaktionen: Was bedeutet diese Software für den einzelnen Mitarbeiter? Kann jeder alle Daten einsehen? Inwieweit unterstützt die Software bei der Karriereplanung einzelner Mitarbeiter?

PR mit Inhalts-Brille

Aus dem neuen Produkt lassen sich inhaltlich gleich mehrere Geschichten entwickeln.

  • Die erste Story war ja schon der Launch.
  • Weitere Geschichten könnten sich auf einzelne Stufen der Personal-Wertschöpfungskette beziehen: wie lassen sich Beurteilungen über dieses System abbilden? Gibt es Interaktionsmöglichkeiten für Chefs und Mitarbeiter, so dass evtl. sogar ein Feedback-Dialog über dieses System abgewickelt werden kann? Hilft die Software, den Personalbedarf zu planen? Etc.
  • Gibt es bestimmte Unternehmen, für die das System besonders geeignet ist? Beispielsweise solche, die selbst ausbilden? Nationale oder internationale Unternehmen? Oder gibt es branchenspezifische Lösungen?

PR mit Leser-Brille

Auch ein spannender Ansatzpunkt: Das Unternehmen könnte speziell Bewerber, Azubis, Kunden oder Geschäftspartner ansprechen. Und schon ergeben sich weitere Themen.

  • Für Bewerber ist ein Unternehmen spannend, das anspruchsvolle Jobs bei gleichzeitig flexiblen Arbeitsbedingungen zu bieten hat. Das gleiche gilt auch für Azubis und die Mitarbeiter. Wer ist nicht gerne stolz auf das Unternehmen, in dem er/sie arbeitet? Denken Sie in diesem Fall über Plattformen nach, auf denen diese Zielgruppe unterwegs ist.
  • Ein Kunde möchte mit Unternehmern zusammenarbeiten, die auf seine Bedürfnisse eingehen.
  • Und ein Dienstleistungspartner möchte jemanden an seiner Seite wissen, der auf Augenhöhe unterwegs ist.

Für beide letztgenannten Punkte ist ein Erfahrungsbericht ideal. Gibt es einen Kunden, der die Produktentwicklung in der Beta-Phase begleitet hat, sehr zufrieden ist und bereit ist, darüber zu erzählen? Eine solche Empfehlung ist nicht nur für das Unternehmen hervorragend. Auch Redaktionen freuen sich, wenn sie einen zusätzlichen Ansprechpartner außerhalb des Unternehmens haben.

Sie sehen: Ein PR Thema heißt nicht automatisch nur eine Geschichte. Voraussetzung ist jedoch immer, dass Sie auch wirklich was zu erzählen haben. Gibt ein Thema nicht mehr her als nur eine Meldung: lassen sie es dabei. Schauen Sie, ob es andere Anlässe gibt wie beispielsweise den „Tag der IT-Profis“, den „europäischen Datenschutztag“ oder sonstige Termine, die für Ihr Unternehmen passen.

Viel Erfolg bei der Themensuche!

Nikui Text und Rat Thema finden Tipps

Fünf Tipps, wie Sie Ihr Thema finden

Es ist Dienstag, und Sie haben kein Thema. In zwei Stunden will Ihr Kunde von Ihnen wissen, wie der rote Faden für den nächsten Newsletterbeitrag aussieht. Und Sie haben nicht den blassesten Schimmer, was Sie präsentieren sollen. Eine solche Situation ist der blanke Horror für mich. Denn ich möchte mich nicht darauf verlassen, dass mir im richtigen Moment was einfällt. Ich möchte vorbereitet sein.

Mit folgenden Tipps finden Sie Ihr Thema für Ihren Text

  • Fragen Sie den Kunden. Was ist ihm wichtig? Gerade vor dem ersten Text macht es Sinn, ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Kunden zu führen. Bevor ich die Zusammenarbeit starte, schicke ich meinen Kunden in der Regel einen Fragebogen. Er deckt unter anderem ab: Welche Ziele hat er? Was macht ihn besonders? Was bewegt ihn? Was will er über sich in der Zeitung lesen? In den Antworten verstecken sich oftmals ganz viele Themen für spannende Geschichten.
  • Schauen Sie sich den Mitbewerb an. Was bewegt die Branche? Können Sie Antithesen dazu aufstellen? Oder neue Thesen entwickeln? Beobachten Sie den Mitbewerb regelmäßig. Das lohnt sich, auch für Ihre eigenen Beiträge.
  • Was wird schon geschrieben? Sind nützliche Quellen dabei, auf die man verweisen kann, ggf. Querlinks? Können Sie zitieren? Kommentieren? In eine Diskussion einsteigen? Holen Sie sich Inspirationen aus Zeitungen, Zeitschriften, Blogs, Online-Portalen. Dass hier nicht gemeint ist sich mit fremden Federn zu schmücken, versteht sich von selbst. Hier kann ein konstruktiver und langfristiger Austausch entstehen!
  • Schauen Sie sich in den sozialen Medien um. Was twittern Journalisten? Was ist unter Hashtags zum Thema zu finden? Wie Stephanie Kowalski in ihrem aktuellen Blogbeitrag schreibt, sind mehr als 85 Prozent der Wirtschaftsjournalisten beruflich auf Facebook und Twitter unterwegs. Die sozialen Medien sind eine wahre Inspirationsquelle.
  • Planen Sie. Damit Sie nicht in eine solche Situation kommen, die Sie schlecht gelaunt in den Tag starten lässt: Erstellen Sie einen Themenplan, den Sie regelmäßig aktualisieren. Tragen Sie sich dafür einen Termin fest in Ihren Kalender ein. Wie Sie Ihren Redaktionsplan erstellen, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben.

So gehen Ihnen die Themen nie aus

Ich habe schon die Erfahrung gemacht: Es gibt Kunden, die sprudeln selbst geradezu vor Ideen. Studien, Veranstaltungen, neue Ansätze, Bücher, spannende Projekte, etc. – es gibt Ideen genug. Dann gibt es aber auch die, die nicht über ihre Projekte erzählen dürfen oder eben keine Bücher veröffentlichen. Sie wollen aber dennoch regelmäßig bloggen. In diesen Fällen hilft aus meiner Erfahrung folgendes:

  • Reduzieren Sie die Frequenz. Sie müssen nicht zwingend einmal pro Monat einen Newsletter veröffentlichen. Wenn es nichts zu erzählen gibt, lassen Sie es besser. Heiße Luft will keiner lesen. Lieber dann nur einmal pro Quartal etwas veröffentlichen, das dann aber mit Substanz!
  • Wechseln Sie sich mit KollegInnen ab. Wer sagt, dass ein Newsletter nur von einer Person geschrieben werden darf? Keiner. Holen Sie sich Co-Autoren ins Boot!
  • Fragen Sie Gastautoren. Gibt es Geschäfts- oder Kooperationspartner, die einen Beitrag in Ihrem Newsletter veröffentlichen könnten? Fragen Sie sie! Eventuell können Sie sogar gemeinsam einen Newsletter herausgeben? Spannend!
  • Gehen Sie auf Veranstaltungen. Ich bin oft in Netzwerken wie BNI unterwegs. Im Gespräch mit anderen Unternehmern kommen mir oft Ideen, die ich für meine Kunden nutzen kann. Einen riesen Vorteil hat Netzwerken: Wenn Sie selbst bereit sind, aus dem Nähkästchen zu plaudern, tun es auch Ihre Gesprächspartner. Dass die gebotene Vertraulichkeit gewahrt bleibt, ist selbstverständlich.
  • Diskutieren Sie. Treten Sie Gruppen in den sozialen Netzwerken bei, in denen Ihre Zielgruppe unterwegs ist. So erhalten Sie immer wieder spannende Impulse.

Und sollte Ihnen einmal wirklich überhaupt nichts einfallen: seien Sie offen. Reden Sie mit Ihrem Kunden darüber. Stellen Sie ihm Fragen. Das Thema ergibt sich oftmals auch im direkten Gespräch.

Nikui Text und Rat Redaktionskontakte

Mit diesen 8 Tipps gelingen Redaktionskontakte

Als ich neu ins Thema PR eingestiegen bin, hatte ich ein mulmiges Gefühl, wenn es darum ging, Redaktionen anzurufen. Ob ich instinktiv gespürt habe, dass man seine Kontakte sehr schnell verbrennen kann? Ich dachte an die Werbeanrufe, die ich, teilweise auch heute noch, ungebeten erhielt und wie sehr sie mich nervten. Ein solcher Anruf zur falschen Zeit konnte dazu führen, dass ich kündigte oder woanders bestellte, auch wenn ich zuvor noch so zufrieden war mit dem Anbieter. An der BAW hatte ich zwar das Rüstzeug für einen guten PR-Berater mitbekommen, aber wie man nun richtig gute Redaktionskontakte führt – diese Erfahrung fehlte mir. Und dementsprechend flau war mir’s auch, als ich den Telefonhörer das erste Mal in die Hand nahm.

Redaktionskontakte: Zum Üben in die Küche

Was mir am unangenehmsten war: dass andere zuhörten. Mir ging richtig die Düse, ich verkrampfte völlig. Da mir in diesem Modus das Arbeiten überhaupt keinen Spaß macht, packte ich meine Sachen und ging in die Küche. Mitsamt Telefon. Zunächst legte ich mir zurecht, wie ich in das Gespräch einsteigen wollte. Einen Zugang zum Thema finden, ohne plump danach zu fragen, ob mein Gesprächspartner die Pressemitteilung erhalten hatte. Ich legte mir verschiedene Argumente zurecht, um bei einem „Nein“ nicht sofort die Flinte ins Korn zu jagen. Ich spielte die Argumente in meinem Kopf durch, bis ich soweit war: So schlimm kann es schon nicht werden. Meine Kollegen schaffen das doch auch. Ich hatte natürlich schon bei Redaktionskontakten zugehört. Das Thema Kaltakquise war mir aus meinem früheren Berufsleben vertraut, als ich Termine für unseren Außendienst vereinbarte und Angebote nachfasste. Also ran an den Speck!

Meine ersten Redaktionskontakte

Was soll ich sagen – er war kurz. Es passierte genau das, was sich in meinem Kopfkino schon oft abgespielt hatte: ich wurde richtig abgebürstet. Zumindest kam ich mir so vor. Es passte aber auch alles zusammen. Der Redakteur war gestresst und ließ mich das spüren. Das warf mir meine so sorgfältige Vorbereitung über den Haufen. Ich kam sprichwörtlich ins Stottern – und aus war’s mit dem Themenvorschlag. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber es half nichts: die Kontakte wollten geführt werden. Also ran an den nächsten. Die folgenden zwei, drei Gespräche waren noch etwas holprig, aber es fiel mir immer leichter. Und zu meinem Glück konnte ich für einen Kunden sogar noch einen Fachbeitrag platzieren.

Yes, I can

Nun musste ich nicht mehr in der Küche telefonieren. Mit zunehmender Sicherheit und, ja, auch Routine, störte es mich immer weniger, wenn andere bei meinen Gesprächen mithörten. Ganz im Gegenteil. Jetzt konnte ich auch Tipps annehmen, wie man es an manchen Stellen noch besser machen konnte, wie ein Einstieg leichter gelingt oder welches Argument noch besser ziehen könnte. Damit Ihnen künftig Redaktionskontakte leicht fallen, habe ich 8 Tipps für Sie zusammengestellt:

8 Tipps für Redaktionskontakte, die Spaß machen

  1. Bereiten Sie sich gut vor. Recherchieren Sie: Gibt es aktuelle News? Neue Studien? Besondere Tage oder Ereignisse, die für Ihr Thema perfekt sind? Das könnten gute Einstiege in Ihr Gespräch sein.
  2. Achten Sie auf die richtige Zeit. Sie hängt natürlich davon ab, wo Sie anrufen. Bei Tageszeitungen ist es am besten, sein Glück zwischen 11 und 15 Uhr zu versuchen. Bei Fachmedien kann es auch außerhalb dieser Zeiten sein. Am besten fragen Sie Ihren Gesprächspartner direkt, wann Sie anrufen dürfen. Noch ein Tipp: Vermeiden Sie den Redaktionsschluss. Wenn Sie wissen, dass eine Fachzeitschrift am Donnerstag erscheint, rufen Sie nicht am Mittwoch davor an.
  3. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihren Gesprächspartner. Wenn er nur per Mail kontaktiert werden möchte, respektieren Sie das. Genauso respektieren Sie bitte, wenn er bestimmte Tage oder Uhrzeiten hat, die er für Telefonate am liebsten hat. Das zeugt von Respekt. Wenn Sie am Telefon schon merken, dass die Begeisterung gering ist, fragen Sie, ob ein andere Zeitpunkt besser ist.
  4. Seien Sie auf ein „Nein“ vorbereitet. Manchmal passt ein Thema einfach nicht. Hier kann der nächste Tipp helfen.
  5. Gehen Sie mit mindestens zwei Themenvorschlägen ins Gespräch. Wenn Sie mit dem ersten nicht punkten können, schaffen Sie es vielleicht mit dem zweiten. Oder mit einem anderen Aspekt. Wie Sie Themen finden, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben.
  6. Fragen Sie nach. Mit einem bloßen „Nein“ gebe ich mich selten zufrieden. Ich möchte verstehen, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. Schließlich will ich dem Redakteur die Arbeit erleichtern. Das kommuniziere ich ganz klar. Ich mache damit meistens positive Erfahrungen und konnte schon spannende Beiträge platzieren. Redakteure freuen sich auch, gute Ideen geliefert zu bekommen. Ich nerve aber nicht. Wenn ich merke, das Nein ist ein Nein, lasse ich es gut sein. Ich habe ein ziemlich gutes Gespür dafür.
  7. Halten Sie Vereinbarungen ein. Wenn ein Redakteur einen Beitrag möchte, aber nur exklusiv, und ich sage das zu, bekommt kein anderer das Thema. Ich erwarte umgekehrt auch, fair behandelt zu werden. Also achte ich sehr darauf, meine Gesprächspartner nicht zu enttäuschen.
  8. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Ich finde Redaktionskontakte in der Zwischenzeit klasse. Ich freue mich darauf, gute Gespräche zu führen, dazuzulernen, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Kann ich einen Beitrag platzieren oder ein Interview vereinbaren, freue ich mich umso mehr, klar. Es läuft aber nicht immer gleich gut. Wichtig ist es, regelmäßig Gespräche zu führen und mit der richtigen Einstellung an die Redaktionskontakte zu gehen.

Heben Sie den Hörer schon mit einem Lächeln ab. Sie werden sehen, dass Ihnen die Gespräche viel mehr Freude machen. Und Ihrem Gegenüber auch. Denn er hört das Lächeln in Ihrer Stimme. Und freut sich über Ihren Themenvorschlag.

Viel Erfolg bei Ihren Redaktionskontakten!

Text PR Ismaning Fachbeitrag PR Nikui

Mit fünf Schritten zum perfekten Fachbeitrag

Ist Ihr Thema B2B-Kommunikation und Sie wollen einen Fachbeitrag schreiben? Dann kennen Sie das sicherlich: die Frage, wie Sie beispielsweise das Umdenken im Kopf von Managern als Schlüsselfaktor für den Erfolg in der Industrie 4.0 so spannend machen, dass Ihr Beitrag auch angenommen wird. Solche Herausforderungen liebe ich. Gerade weil sie ein besonderes Händchen dafür erfordern, Geschichten spannend aufzubauen. Gutes und professionelles Storytelling ist gefragt.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft, das Thema „Umdenken im Kopf“ in einer Fachzeitschrift zu platzieren. Nun geht es darum, aus Ihrem Teaser, den Sie der Redaktion angeboten haben, den gewünschten Beitrag zu schreiben. Die geforderte Zeichenzahl haben Sie bekommen. Ich erkläre Ihnen anhand folgender 5 Tipps, wie Sie nun zu einer spannenden Geschichte kommen.

Fünf Tipps zum erfolgreichen Fachbeitrag

  1. Konkrete Situation beschreiben. Das ist der Jackpot für Sie! Ein Kunde erlaubt Ihnen, dass Sie aus der Zusammenarbeit mit ihm eine Story texten dürfen, idealerweise auch noch mit einem Zitat. Dieser Fall ist allerdings gerade in Beratungsunternehmen selten. Die Lösung: Sie anonymisieren Ihr Fallbeispiel. Aus dem Unternehmen Nikui Text und Rat machen Sie einfach eine auf Managementberater und Coaches spezialisierte PR Agentur.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. Suchen Sie nach Studien, die Ihre Aussagen untermauern. Beispielsweise wie die Development Group es getan hat. Sie befasst sich in ihrem aktuellen Blogbeitrag „Tradition: Hemmschuh für den Wandel“ mit der Frage, ob Manager zu „alt“ für die Wirtschaft heute sind und zieht zwei Studien heran, die ihre Frage untermauern.
  3. Grafiken. Mit einer aussagekräftigen Grafik stellen Sie Inhalte auf einen Blick übersichtlich dar und sparen sich viele Zeichen Text. Dieser Spiegel Artikel über Datentarife im Netz ist ein sehr gutes Beispiel. All diese Informationen im Text aufzubereiten hätte nicht nur den Autor zur Verzweiflung gebracht, sondern auch den Leser. Ein weiterer Vorteil: Ihnen bleibt nun mehr Raum für weitere Beispiele, Zitate oder einen Kasten, der die wichtigsten Fakten kurz zusammenfasst. Eine Quelle für Grafiken, die ich sehr gerne nutze, ist Statista. Wollen Sie eigenes Zahlenmaterial grafisch aufbereiten, empfehle ich Canva. Diese Software ist einfach zu nutzen und bietet viele Layoutvorschläge an.
  4. Den Text strukturieren. Erinnern Sie sich noch an das „Aufsatztraining“ in der Schule? Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das war nicht umsonst, denn genau so strukturieren Sie Ihren Fachbeitrag. Im Lead Text, der Einleitung, geben Sie einen kurzen Überblick über das, was Sie im Hauptteil des Textes beschreiben. Der Schluss kann beispielsweise ein persönliches Fazit des Autors sein, oder die Einschätzung, wie sich ein Thema in Zukunft gestalten wird. Im Beispiel der Development Group kommt die Redaktion zu dem Schluss, dass die Offenheit für Veränderung und Vertrauen zur digitalen Generation der Schlüssel zum künftigen Erfolg traditionsreicher Unternehmen sind.
  5. Kasten. Bieten Sie der Fachzeitschrift einen Kasten mit an, der die wichtigsten Punkte aus dem Artikel auf einen Blick zusammenfasst. Damit geben Sie dem Leser die Chance, sich mit Ihrem Beitrag zu befassen, auch wenn er eigentlich keine Zeit dazu hat. Denn der Kasten ist gleichzeitig noch ein Eye Catcher, an dem der Leser fast zwangsläufig hängenbleibt.

Erfolgreicher Fachbeitrag: Meine Empfehlung zum Schluss:

Lassen Sie Ihren Fachbeitrag querlesen, am besten von jemandem, der mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hat. Ihr Vorteil: So stellen Sie am schnellsten fest, ob Ihr Text nicht verständlich oder an der einen oder anderen Stelle unrund ist. Und Sie vermeiden Tippfehler. Denn ein professioneller Text ist Ihre ganz persönliche Visitenkarte.

Die 5 größten PR Vorurteile und wie Sie damit aufräumen

PR: So entkräften Sie die fünf größten Vorurteile

„Heute liest doch kein Mensch mehr Zeitung, wozu also noch PR?“ Dieses Argument höre ich oft, wenn ich über PR spreche. Aktuelle Studien sprechen eine ganz andere Sprache. Nach der B2B-Entscheideranalyse 2015/2016 nutzen etwa 94 Prozent der professionellen Entscheider Fachmedien als Entscheidungsgrundlage. Nach der b4P 2016-Studie liegt die Reichweite von Zeitungen (online und print) bei mehr als 86 Prozent der deutschen Bevölkerung. Diese Zahlen zeigen: PR ist ein hervorragendes Instrument, seine unternehmerischen Ziele zu unterstützen.

Eines möchte ich klarstellen: PR muss professionell gemacht sein. Es geht hier nicht darum zu erzählen, wie toll Sie sind. Sondern darum zu vermitteln, was Sie für Ihre Zielgruppe tun können. PR ist dazu da, Ihrer Zielgruppe aufzuzeigen, wie Sie deren dringlichste Herausforderungen lösen.
Nun wird es Zeit, mit den fünf gängigsten Irrtümern aufzuräumen:

PR bringt mir nichts

Das mag sein, wenn Sie mit der Erwartungshaltung herangehen, dass schon der erste Anruf in Redaktionen zum Erfolg führt. Auch für PR gilt: gut Ding braucht Weile. Redakteure werden mit Themenvorschlägen zugeschüttet, oftmals mit schlechten oder solchen, die sie überhaupt nicht betreffen. Damit Ihre PR erfolgreich ist, sind Sie gut beraten:

  • sich die richtigen Medien auszusuchen: Findet Ihr Thema hier Platz? Liest Ihre Zielgruppe diese Medien?
  • Ihren Verteiler sorgfältig zu erstellen: Welches Ressort und welcher Redakteur sind richtig?
  • Ihren Themenvorschlag gezielt zu adressieren. Wenn Sie keinen Ansprechpartner herausfinden können, rufen Sie in der Redaktion an und fragen Sie nach. In der Regel bekommen Sie den richtigen Ansprechpartner genannt.

Ich habe kein PR Thema

Das stimmt nicht. Jeder hat ein Thema. Das kann auch die persönliche Geschichte sein, ein spannendes Projekt, das Sie für einen Kunden durchgeführt haben (neudeutsch: Case Study) oder eine provokative These. In meinem Blogbeitrag “Mit fünf Fragen zu Ihrem Pressethema” habe ich beschrieben, wie Sie zu Ihrem Pressethema kommen. Eine halbe Stunde reicht! Ein weiterer Tipp: aufmerksam lesen. Ich finde beim Durchlesen meiner Lieblingsmedien immer wieder Themen, die für meine Kunden in Frage kommen.

Ich habe keine Kapazitäten für PR

Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Viele Kunden denken, dass sie sehr viel Zeit investieren müssen, um Pressearbeit zu betreiben. Das ist ein Irrglaube. Klar, am Anfang steht immer ein ausführliches Briefing. Dafür sollte der Kunden mindestens einen halben Tag veranschlagen. Bei guter Vor- und Nachbereitung ist das Ergebnis die klare Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kommunikation zieht. Auf dieser Basis entwickelt man Verteiler, Themen- und Redaktionsplan und hat schon die ersten Geschichten parat, die den definierten Redakteuren angeboten werden. Das ist auch schön der größte Zeit-Block, den der Kunde aufwenden muss. In der weiteren Zusammenarbeit reduziert sich das auf beispielsweise ein wöchentliches Telefonat, um laufende Themen zu besprechen, und die Abstimmung von Themenvorschlägen oder Texten, die Ihre Agentur schon vorbereitet hat. Mit meinen Kunden mache ich mit dieser Vorgehensweise sehr gute Erfahrungen.

Mein Business ist nicht interessant genug für PR

Das sagen Sie. Weil Sie so tief in Ihren Themen sind, dass Sie den Blick für das Besondere daran verloren haben. Oder weil ihr Business für Sie einfach schon zu normal ist. Jeder Unternehmer hat etwas Besonderes. So habe ich bei einem Beratungskunden herausgefunden, dass er eine ganz spezielle Herangehensweise hat, seine Kunden in Transformationsprozessen zu begleiten. Daraus lässt sich wunderbar ein Tool entwickeln, das wiederum das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal hat. Der Blick von außen wirkt Wunder. Lassen Sie sich darauf ein!

Ich kann/mag nicht schreiben

Das macht nichts. Schreiben lässt sich durchaus auslagern. Ein guter Dienstleister ist Ihr Sparringspartner und besitzt genügend Empathie, sich in Sie hineinzuversetzen. Sie brauchen auch nicht zu befürchten, dass Ihr Stil verloren geht und Ihnen alle Texte aus der Feder Ihrer Agentur fremd sind. Nein. Außerdem: Viele Medien schreiben ihre Texte noch selbst. Sie brauchen lediglich Input in Form eines spannenden Themenvorschlags – einige Zeilen genügen. Diese schreibt Ihr Dienstleister für Sie.

Sie sehen: Jeder hat etwas Besonderes zu erzählen, natürlich auch Sie! Lassen Sie sich darauf ein und finden Sie Ihre Themen. Der Blick von außen hilft dabei. Bevor Sie sich auf einen Sparringspartner einlassen, testen Sie doch einfach einmal in Ihrem Business-Netzwerk, ob Sie bzw. Ihr Unternehmen „spannend“ sind. Erzählen Sie, welchen Mehrwert Sie Ihrem Gesprächspartner bieten können. Sie werden staunen über die Aufmerksamkeit, die Sie gewinnen.

Nikui Text und Rat selbstständig scheitern aufstehen

Brigitte.de: Scheitern macht glücklich

“Manuela Nikui hat sich mit 47 Jahren selbstständig gemacht – und ist gescheitert. Heute ist sie wieder ihr eigener Boss. Und glücklich.”

In diesem Artikel erzähle ich, wie ich mir in meiner ersten Selbstständigkeit eine blutige Nase geholt habe, was ich daraus gelernt habe, und wie ich es geschafft habe, heute glücklich mit meinem kleinen Unternehmen zu sein.

Das Wichtigste: Scheitern ist okay.

Die Erfahrungen, die ich daraus gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Ich freue mich, wenn der Artikel ermutigt, eigene Träume zu verwirklichen.