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Mit fünf Schritten zum perfekten Fachbeitrag

Ist Ihr Thema B2B-Kommunikation und Sie wollen einen Fachbeitrag schreiben? Dann kennen Sie das sicherlich: die Frage, wie Sie beispielsweise das Umdenken im Kopf von Managern als Schlüsselfaktor für den Erfolg in der Industrie 4.0 so spannend machen, dass Ihr Beitrag auch angenommen wird. Solche Herausforderungen liebe ich. Gerade weil sie ein besonderes Händchen dafür erfordern, Geschichten spannend aufzubauen. Gutes und professionelles Storytelling ist gefragt.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft, das Thema „Umdenken im Kopf“ in einer Fachzeitschrift zu platzieren. Nun geht es darum, aus Ihrem Teaser, den Sie der Redaktion angeboten haben, den gewünschten Beitrag zu schreiben. Die geforderte Zeichenzahl haben Sie bekommen. Ich erkläre Ihnen anhand folgender 5 Tipps, wie Sie nun zu einer spannenden Geschichte kommen.

Fünf Tipps zum erfolgreichen Fachbeitrag

  1. Konkrete Situation beschreiben. Das ist der Jackpot für Sie! Ein Kunde erlaubt Ihnen, dass Sie aus der Zusammenarbeit mit ihm eine Story texten dürfen, idealerweise auch noch mit einem Zitat. Dieser Fall ist allerdings gerade in Beratungsunternehmen selten. Die Lösung: Sie anonymisieren Ihr Fallbeispiel. Aus dem Unternehmen Nikui Text und Rat machen Sie einfach eine auf Managementberater und Coaches spezialisierte PR Agentur.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. Suchen Sie nach Studien, die Ihre Aussagen untermauern. Beispielsweise wie die Development Group es getan hat. Sie befasst sich in ihrem aktuellen Blogbeitrag „Tradition: Hemmschuh für den Wandel“ mit der Frage, ob Manager zu „alt“ für die Wirtschaft heute sind und zieht zwei Studien heran, die ihre Frage untermauern.
  3. Grafiken. Mit einer aussagekräftigen Grafik stellen Sie Inhalte auf einen Blick übersichtlich dar und sparen sich viele Zeichen Text. Dieser Spiegel Artikel über Datentarife im Netz ist ein sehr gutes Beispiel. All diese Informationen im Text aufzubereiten hätte nicht nur den Autor zur Verzweiflung gebracht, sondern auch den Leser. Ein weiterer Vorteil: Ihnen bleibt nun mehr Raum für weitere Beispiele, Zitate oder einen Kasten, der die wichtigsten Fakten kurz zusammenfasst. Eine Quelle für Grafiken, die ich sehr gerne nutze, ist Statista. Wollen Sie eigenes Zahlenmaterial grafisch aufbereiten, empfehle ich Canva. Diese Software ist einfach zu nutzen und bietet viele Layoutvorschläge an.
  4. Den Text strukturieren. Erinnern Sie sich noch an das „Aufsatztraining“ in der Schule? Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das war nicht umsonst, denn genau so strukturieren Sie Ihren Fachbeitrag. Im Lead Text, der Einleitung, geben Sie einen kurzen Überblick über das, was Sie im Hauptteil des Textes beschreiben. Der Schluss kann beispielsweise ein persönliches Fazit des Autors sein, oder die Einschätzung, wie sich ein Thema in Zukunft gestalten wird. Im Beispiel der Development Group kommt die Redaktion zu dem Schluss, dass die Offenheit für Veränderung und Vertrauen zur digitalen Generation der Schlüssel zum künftigen Erfolg traditionsreicher Unternehmen sind.
  5. Kasten. Bieten Sie der Fachzeitschrift einen Kasten mit an, der die wichtigsten Punkte aus dem Artikel auf einen Blick zusammenfasst. Damit geben Sie dem Leser die Chance, sich mit Ihrem Beitrag zu befassen, auch wenn er eigentlich keine Zeit dazu hat. Denn der Kasten ist gleichzeitig noch ein Eye Catcher, an dem der Leser fast zwangsläufig hängenbleibt.

Erfolgreicher Fachbeitrag: Meine Empfehlung zum Schluss:

Lassen Sie Ihren Fachbeitrag querlesen, am besten von jemandem, der mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hat. Ihr Vorteil: So stellen Sie am schnellsten fest, ob Ihr Text nicht verständlich oder an der einen oder anderen Stelle unrund ist. Und Sie vermeiden Tippfehler. Denn ein professioneller Text ist Ihre ganz persönliche Visitenkarte.

Die 5 größten PR Vorurteile und wie Sie damit aufräumen

PR: So entkräften Sie die fünf größten Vorurteile

„Heute liest doch kein Mensch mehr Zeitung, wozu also noch PR?“ Dieses Argument höre ich oft, wenn ich über PR spreche. Aktuelle Studien sprechen eine ganz andere Sprache. Nach der B2B-Entscheideranalyse 2015/2016 nutzen etwa 94 Prozent der professionellen Entscheider Fachmedien als Entscheidungsgrundlage. Nach der b4P 2016-Studie liegt die Reichweite von Zeitungen (online und print) bei mehr als 86 Prozent der deutschen Bevölkerung. Diese Zahlen zeigen: PR ist ein hervorragendes Instrument, seine unternehmerischen Ziele zu unterstützen.

Eines möchte ich klarstellen: PR muss professionell gemacht sein. Es geht hier nicht darum zu erzählen, wie toll Sie sind. Sondern darum zu vermitteln, was Sie für Ihre Zielgruppe tun können. PR ist dazu da, Ihrer Zielgruppe aufzuzeigen, wie Sie deren dringlichste Herausforderungen lösen.
Nun wird es Zeit, mit den fünf gängigsten Irrtümern aufzuräumen:

PR bringt mir nichts

Das mag sein, wenn Sie mit der Erwartungshaltung herangehen, dass schon der erste Anruf in Redaktionen zum Erfolg führt. Auch für PR gilt: gut Ding braucht Weile. Redakteure werden mit Themenvorschlägen zugeschüttet, oftmals mit schlechten oder solchen, die sie überhaupt nicht betreffen. Damit Ihre PR erfolgreich ist, sind Sie gut beraten:

  • sich die richtigen Medien auszusuchen: Findet Ihr Thema hier Platz? Liest Ihre Zielgruppe diese Medien?
  • Ihren Verteiler sorgfältig zu erstellen: Welches Ressort und welcher Redakteur sind richtig?
  • Ihren Themenvorschlag gezielt zu adressieren. Wenn Sie keinen Ansprechpartner herausfinden können, rufen Sie in der Redaktion an und fragen Sie nach. In der Regel bekommen Sie den richtigen Ansprechpartner genannt.

Ich habe kein PR Thema

Das stimmt nicht. Jeder hat ein Thema. Das kann auch die persönliche Geschichte sein, ein spannendes Projekt, das Sie für einen Kunden durchgeführt haben (neudeutsch: Case Study) oder eine provokative These. In meinem Blogbeitrag „Mit fünf Fragen zu Ihrem Pressethema“ habe ich beschrieben, wie Sie zu Ihrem Pressethema kommen. Eine halbe Stunde reicht! Ein weiterer Tipp: aufmerksam lesen. Ich finde beim Durchlesen meiner Lieblingsmedien immer wieder Themen, die für meine Kunden in Frage kommen.

Ich habe keine Kapazitäten für PR

Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Viele Kunden denken, dass sie sehr viel Zeit investieren müssen, um Pressearbeit zu betreiben. Das ist ein Irrglaube. Klar, am Anfang steht immer ein ausführliches Briefing. Dafür sollte der Kunden mindestens einen halben Tag veranschlagen. Bei guter Vor- und Nachbereitung ist das Ergebnis die klare Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kommunikation zieht. Auf dieser Basis entwickelt man Verteiler, Themen- und Redaktionsplan und hat schon die ersten Geschichten parat, die den definierten Redakteuren angeboten werden. Das ist auch schön der größte Zeit-Block, den der Kunde aufwenden muss. In der weiteren Zusammenarbeit reduziert sich das auf beispielsweise ein wöchentliches Telefonat, um laufende Themen zu besprechen, und die Abstimmung von Themenvorschlägen oder Texten, die Ihre Agentur schon vorbereitet hat. Mit meinen Kunden mache ich mit dieser Vorgehensweise sehr gute Erfahrungen.

Mein Business ist nicht interessant genug für PR

Das sagen Sie. Weil Sie so tief in Ihren Themen sind, dass Sie den Blick für das Besondere daran verloren haben. Oder weil ihr Business für Sie einfach schon zu normal ist. Jeder Unternehmer hat etwas Besonderes. So habe ich bei einem Beratungskunden herausgefunden, dass er eine ganz spezielle Herangehensweise hat, seine Kunden in Transformationsprozessen zu begleiten. Daraus lässt sich wunderbar ein Tool entwickeln, das wiederum das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal hat. Der Blick von außen wirkt Wunder. Lassen Sie sich darauf ein!

Ich kann/mag nicht schreiben

Das macht nichts. Schreiben lässt sich durchaus auslagern. Ein guter Dienstleister ist Ihr Sparringspartner und besitzt genügend Empathie, sich in Sie hineinzuversetzen. Sie brauchen auch nicht zu befürchten, dass Ihr Stil verloren geht und Ihnen alle Texte aus der Feder Ihrer Agentur fremd sind. Nein. Außerdem: Viele Medien schreiben ihre Texte noch selbst. Sie brauchen lediglich Input in Form eines spannenden Themenvorschlags – einige Zeilen genügen. Diese schreibt Ihr Dienstleister für Sie.

Sie sehen: Jeder hat etwas Besonderes zu erzählen, natürlich auch Sie! Lassen Sie sich darauf ein und finden Sie Ihre Themen. Der Blick von außen hilft dabei. Bevor Sie sich auf einen Sparringspartner einlassen, testen Sie doch einfach einmal in Ihrem Business-Netzwerk, ob Sie bzw. Ihr Unternehmen „spannend“ sind. Erzählen Sie, welchen Mehrwert Sie Ihrem Gesprächspartner bieten können. Sie werden staunen über die Aufmerksamkeit, die Sie gewinnen.

Nikui Text und Rat selbstständig scheitern aufstehen

Brigitte.de: Scheitern macht glücklich

„Manuela Nikui hat sich mit 47 Jahren selbstständig gemacht – und ist gescheitert. Heute ist sie wieder ihr eigener Boss. Und glücklich.“

In diesem Artikel erzähle ich, wie ich mir in meiner ersten Selbstständigkeit eine blutige Nase geholt habe, was ich daraus gelernt habe, und wie ich es geschafft habe, heute glücklich mit meinem kleinen Unternehmen zu sein.

Das Wichtigste: Scheitern ist okay.

Die Erfahrungen, die ich daraus gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Ich freue mich, wenn der Artikel ermutigt, eigene Träume zu verwirklichen.

Redaktionsplan

5 Schritte zum eigenen Redaktionsplan

„Wie um Himmels willen fülle ich meinen Redaktionskalender?“ Das leere Template gähnt Sie an, und Sie haben nicht die leiseste Idee, wie Sie es füllen sollen? Das kenne ich. Bei meinem ersten Redaktionsplan ging es mir genauso. Inzwischen fällt es mir viel leichter, Ideen zu sammeln. Indem ich wie ein Trüffelschwein danach suche. Wie ich dabei vorgehe, lesen Sie in den folgenden 5 Tipps.

Sammeln Sie zunächst alle Informationen für Ihren Redaktionskalender, die Ihnen spannend erscheinen. Sie wissen ja, wie Ihre Zielgruppe tickt. Das haben Sie in verschiedenen Gesprächen schon gelernt. Daher sammeln Sie sowieso schon aus dem Blickwinkel Ihrer Zielgruppe. Aussortieren können Sie später noch. Das Gute daran: Mit dem Sammeln schaffen Sie sich gleich einen ganzen Themenspeicher, den Sie laufend aktualisieren können.

So, nun aber Butter bei die Fische! So finde ich meine Trüffel:

Miteinander reden

Das ist das allerwichtigste. Gehen Sie in die Kaffeeküche oder Cafeteria. Tauschen Sie sich regelmäßig mit Kollegen, Freunden und Bekannten aus. Erzählen Sie, was Sie gerade beschäftigt, fragen Sie das auch Ihr Gegenüber. Außerdem sind Netzwerktreffen eine tolle Gelegenheit zum Austausch. Wo bin ich unterwegs: BNI, Business Treff Exklusiv, die Markenbildnerei, Mehrwert München, das Business-Herzwerk von Danielle G. Löhr, WIN Women in Network und noch andere. Tipps zum Netzwerken finden Sie in meinem Blogbeitrag.

Überlegen, was Sie Besonderes tun

Engagieren Sie sich für einen guten Zweck, beispielsweise indem Sie Jugendliche bei ihrer Bewerbung unterstützen? Haben Sie ein Forschungsprojekt gestartet, das öffentlich gefördert wird? Erzählen Sie darüber! Es geht nicht darum, das Image aufzupolieren. Sondern Sie gewinnen auf diese Weise Unterstützer und können somit Ihre Herzensprojekte noch stärker unterstützen.

Aufmerksam lesen und surfen

Lesen Sie Zeitungen. Nicht nur die wichtigsten aus Ihrem unmittelbaren Umfeld. Sondern alles, was Sie interessiert. Ich bin auf diese Weise schon oft auf ein Thema gestoßen, das ich meinen Kunden empfehlen konnte.

Themensammlung für Ihren Redaktionsplan anlegen

Wenn Sie auf interessante Artikel stoßen – das kann eine aktuelle Studie oder eine spannende Reportage sein – sammeln Sie sie. So haben Sie mit der Zeit einen ganzen Fundus, auf den Sie zurückgreifen können, wenn Ihnen gerade nichts einfällt.

Den Terminkalender zu Rate ziehen

Prüfen Sie, ob besondere Anlässe in Ihrem Unternehmen anstehen. Beispielsweise in Firmenjubiläum, die eigene Kundenveranstaltung oder die Eröffnung eines neuen Büros. Sie können auch auf außergewöhnliche Termine zurückgreifen, wie beispielsweise Ralf Elcheroth das getan hat in seinem schrägen Hochzeitskalender. Auch der kleine Kalender bietet eine Fülle an Anlässen.

Sie werden feststellen, dass Sie ziemlich schnell ziemlich viele Trüffel beieinanderhaben. Diese können Sie nun passend nach Thema, Kunde, etc. sortieren. Aber Achtung: Das heißt nicht, dass Ihr Themenplan in Stein gemeißelt ist. Sie haben nun eine komfortable Basis geschaffen. Treffen Sie auf ein aktuelles Thema, das noch viel spannender ist als alles, was Sie gesammelt haben, nutzen Sie es! Ihr Redaktionsplan ist ein lebendes Dokument. Das Thema, das Sie eigentlich für diesen Tag vorgesehen hatten, verschieben Sie einfach.

Viel Erfolg!

Pressethema Nikui Text und Rat

Mit 5 Fragen in 30 Minuten zu Ihrem Pressethema

Sie haben kein Pressethema? Von wegen! Sie ahnen ja gar nicht, welchen Fundus an spannenden Geschichten Sie im Unternehmen haben. 5 Fragen helfen Ihnen, Ihren Geschichten-Schatz zu heben.

Um Ihnen die Sache zu vereinfachen, habe ich zu jeder Frage gleich beispielhaft Sätze formuliert. Sie sind als Ideenstütze gedacht, die Sie nach Ihren eigenen Anforderungen umformulieren können.

Diese 5 Fragen führen Sie zu Ihrem Pressethema

1. Feiern Sie oder Ihr Unternehmen einen besonderen Anlass?

Das kann ein Firmenjubiläum sein, eine Veranstaltung oder Ihr erster Lehrling, der in Rente geht und sein gesamtes Berufsleben bei Ihnen im Unternehmen verbracht hat. Beispiel:

  • Unternehmen wird 50! Unternehmen hat sich in 50 Jahren zum wichtigsten Arbeitgeber in der Region entwickelt.
  • Stratege des Jahres: Zum ersten Mal ehrt Unternehmen xyz die drei besten deutschen Unternehmen für besonders erfolgreiche strategische Leistung.
  • 50 Jahre im gleichen Unternehmen: Lehrling geht in den Ruhestand.

2. Haben Sie besondere Erkenntnisse in Studien oder Kundenprojekten gewonnen?

Bei Marktanalysen für Kundenprojekte können Sie besondere Erkenntnisse gewinnen, die sich in spannende Themen übersetzen lassen. Beispiel:

  • Unternehmer geben 20 Prozent mehr für Strategieberatung aus. Sie sind jedoch mit den Beratungsleistungen zunehmend unzufrieden. Das zeigt eine aktuelle Studie von xyz.

3. Was ist Ihnen bei einem Kunden besonders gelungen?

Sie hatten das Glück, ein spannendes Kundenprojekt zu begleiten und dürfen darüber reden? Nutzen Sie die Chance! Testimonials sind die beste Werbung, die Sie haben. Beispiel:

  • Von 0 auf 100 in 365 Tagen: Unternehmen xyz hat sich in nur einem Jahr zum führenden Anbieter von veganem Hundefutter entwickelt.

4. Engagieren Sie sich für einen besonderen Zweck?

Hier meine ich nicht „nur“ Spenden, sondern selbst Hand anlegen. Beispiele:

  • Unternehmer sponsert Sprachunterricht für Auszubildende in der Region.
  • Unternehmer organisiert für die Kinder seiner Mitarbeiter Hausaufgabenbetreuung

5. Können Sie etwas Besonderes über Ihre Mitarbeiter berichten, beispielsweise ein spannender Neuzugang oder eine besondere Leistung eines Mitarbeiters?

Hier helfen folgende Ansätze: Haben Sie einen neuen Mitarbeiter der von einem Mitbewerber zu Ihnen kam oder ein öffentlichkeitswirksames Amt innehatte? Oder hat jemand eine tolle sportliche Leistung vollbracht? Beispiele:

  • Paukenschlag in der Beraterbranche: Ehemaliger Bundeskanzler wird Berater bei xyz
  • Unternehmensberater gewinnt den Ironman.

Noch ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Themen einen roten Faden haben. Gerade wenn Ihr Unternehmen noch nicht bekannt ist, sind Sie gut beraten, sich zunächst auf ein Thema zu konzentrieren. Zu viele Botschaften verwirren, Ihre Zielgruppe merkt sie sich nicht. Beispiel: Wenn Sie in mehreren Branchen beraten, versuchen Sie, den gemeinsamen Nenner zu finden: Ist es das Thema Strategie? Oder Veränderungsmanagement? Oder Krisensituationen? Beginnen Sie mit dem Schwerpunkt, der Ihrer Zielgruppe am wichtigsten ist.

Berater

Berater, bewertet Eure Kunden

Fallen Studien über Berater anders aus, wenn sie auch umgekehrt ihre Kunden direkt bewerten?

In der April-Ausgabe von Brand eins bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen: „Wie war ich“? Er befasst sich damit, welche Folgen es haben kann, wenn nicht nur der Kunde einen Service beurteilt, sondern der Serviceanbieter umgekehrt auch den Kunden. Ist die Kundenbewertung dann noch objektiv? Was würde das für Beraterbranche bedeuten?

Berater bewerten ihre Kunden – dürfen die das?

Das versuche ich mir gerade vorzustellen: Würden Studien über Unternehmensberatungen anders ausfallen, wenn die Berater umgekehrt auch ihre Kunden direkt bewerten würden? Nicht anonymisiert, sondern quasi 1:1. Welchen Einfluss hätte das auf die Projektbewertungen durch die Kunden? Wie würden dann Aussagen von Beratungen
Studien über Unternehmensberatungen gibt es genug, wie beispielsweise die Studie „Hidden Champions“ der WGMB Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung.
Im Rahmen dieser Erhebung befragt die WGMP Manager großer und mittelständischer Unternehmen, welchen “ hochspezialisierten, aber vergleichsweise unbekannten Beratungsunternehmen in ihrem Fachgebiet von ihren Kunden eine höhere Expertise bescheinigt wird als den drei großen Beratungshäusern BCG, McKinsey und Roland Berger.“

Unternehmensberater selbst äußern sich auch hin und wieder zur Managementkultur in deutschen Chefetagen. So zeigt die internationale Personalberatung LAB & Company in ihrem 3. LAB-Consulting-Barometer auf, dass deutsche Unternehmenslenker immer unmoralischer handeln. Von „zunehmendem Realitätsverlust bei Top-Managern, der sich in Überheblichkeit und unangemessenem Verhalten äußert“ ist hier die Rede. Für diese Studie befragte LAB & Company 7.400 Consultants von 19. bis 30. November 2015.

Ehrliches Feedback – klug oder unklug?

Doch würden Berater ein solches Feedback auch direkt an ihre Kunden zurückspielen? Würden sie sich trauen, ihrem Kunden quasi direkt ins Gesicht zu sagen, sein Management sei fernab jeder Realität? Schließlich könnten sie damit riskieren, von ihren Kunden in Punkten wie Teameffizienz, Expertise und Projektmanagement empfindlich getroffen zu werden.

Spannende Fragen, wie ich finde.

Christoph Koch, der Autor des brand eins-Beitrags, schreibt am Ende seines Artikels, er habe den von ihm genutzten Service mit „mehr als zufrieden“ bewertet, obwohl dies nicht ganz den Tatsachen entsprach. Er hatte jedoch seine eigene Bewertung durch den Serviceanbieter im Sinn, die möglichst positiv ausfallen sollte. Durch ein negatives Urteil wollte er sich nicht ins eigene Fleisch schneiden. Verständlich. Dank Internet und Social Media würde sich eine negative Bewertung ja nicht nur auf diesen einen Service beschränken, sondern könnte sein Image auch bei anderen Anbietern negativ beeinflussen.

Aus meiner Sicht können sich Kunden freuen über Berater, die ihnen ganz offen einen Spiegel vorhalten: Der Blick von außen eröffnet oftmals spannende Möglichkeiten, die man selbst vor lauter Betriebsblindheit nicht wahrgenommen hat. Schließlich ist es genau das, wofür die Kunden bezahlen – je nach Berater nicht gerade wenig.
Und gerade heute ist der Mut zur Veränderung wichtiger als jede Komfortzone für das Management. Die kann man sich ja wieder aufbauen.

Was meinen Sie dazu? Setzen Sie eher auf Diplomatie oder Offenheit, wenn Sie bewerten? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung.

Unternehmensberater PR Kommunikation Storytelling

Wildern Unternehmensberater im PR-Markt?

Kunden der Unternehmensberater werden anspruchsvoller. Der Wunsch, alle Leistungen aus einer Hand zu bekommen, von der Strategie bis hin zur Kommunikation, wird stärker. PR-Agenturen müssen sich auf neue Mitbewerber einstellen.

Inzwischen hat es jeder mitbekommen: Digitalisierung ist ein Thema. Für Alle. Und: Geschäftsprozesse haben sich geändert oder ändern sich (hoffentlich, denn Verharren heißt Stillstand, und das bedeutet Erfolglosigkeit). Veränderungen rufen Unternehmensberater auf den Plan. Das ist sinnvoll: Sie haben die Kompetenz, Unternehmensstrategien auf Herz und Nieren zu prüfen, ob sie „digitaltauglich“ sind. Wenn nein, sind sie die Partner der Wahl, die Marschroute auf Digitalisierung auszurichten. Doch sind Beratungen prädestiniert, die Kommunikation für Unternehmen mit zu erledigen? In einem Aufwasch gleich mit der Strategie mitzuliefern?

Unternehmensberater rüsten auf

Vor zwei Jahren ging ein Aufschrei der Empörung durch die Kommunikationsbranche, als Roland Berger ankündigte, „Roland Berger Executive Communications“ zu gründen. 2015 setzte er dieses Vorhaben 2015 in die Tat um. Warum dringen Berater in das das Feld der profilierten PRler vor? Ganz einfach: Das ist ein attraktives neues Geschäftsfeld, wie Dimitrij Naumov und Christian Pfeiffer in ihrem Gastbeitrag im Wirtschaftswoche-Blog „Die Consultanten“ feststellen.
Bereits in der „Absatzwirtschaft“ Ausgabe 8/2012“ wird der CEO von McKinsey wie folgt zitiert: „Ein innovatives Agenturmodell als Kreativitätsabteilung einer Unternehmensberatung liegt in der Tat nahe. Als Strategieberater müssen wir aber unbedingt unsere Unabhängigkeit wahren, um Kunden die besten Lösungen zu empfehlen.“

Schuster, bleib bei Deinen Leisten

Diese Aussage passt mit der Wahrnehmung der Kunden von PR-Agenturen zusammen. Eine Grafik von Statista fasst die Anforderungen von Kunden an ihre PR-Agentur in Deutschland 2016 zusammen. Die wichtigsten Leistungen: Themenführerschaft erobern wollen 46 Prozent der Kunden, Relevanz erzeugen 44 Prozent und neue Zielgruppen erschließen 35 Prozent.

Anforderungen Kunden an PR-Agenturen

Quellen: news aktuell, Faktenkontor, Statista

Genau, sie fragen PR-Agenturen nach diesen Leistungen, nicht Unternehmensberatungen. Letztere legen den Grundstein dafür, dass Themenführerschaft und Relevanz erstrebenswerte Ziele sind, die es hartnäckig zu verfolgen gilt. Themen zu definieren und diese im Einklang mit der Marke und den strategischen Zielen des Unternehmens in den Markt hinein zu kommunizieren – das gehört eindeutig zu den Kerndisziplinen von gestandenen PR-Leuten. Kommunikation erfordert Profis, ebenso wie Strategieberatung.  Daher ist hier der richtige Weg, ein Winning Team zu bilden. Jeder macht das, was er am besten kann – zum Wohle der Kunden.

Was denken Sie? Sind die Grenzen zwischen Beratung und Kommunikation fließend? Soll jeder bei seinen Leisten bleiben? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.